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Menorah · 1929-01-01 · Heft 1 (Januar 1929) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 1 (Januar 1929)
Article
Vom Nil zum Jordan
Date
1929-01-01
Page
Seite 39 (sequence 9)
Language
German
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VOM NIL ZUM JORDAN 39 Zionisten. Sie stellten wieder die „amerikanische" Frage: „Gut denn, wenn der Krieg zu Ende ist, so lasset uns wenigstens Aufbauarbeit leisten. Wie steht es mit dem Aufbau des Landes? Gebraucht uns zu Erdarbeiten". Entgegnete der Spanier in britischer Uniform: „manana.....". Ganz ernst und unparteiisch muß ich behaupten : ich bin weit entfernt, nur den einen Teil zu beschuldigen, ich beschuldige beide. Ich schätze die gewesenen Legionäre aus New-York und Toronto sehr hoch, aber sie sind denkende Menschen und können nicht verlangen, daß ich sie mit Zuckerpillen füttere. Ich beschuldige beide Teile: den jüdischen noch mehr, da der Jude gescheiter ist. Es ist seine nationale Pflicht, nicht zuzulassen, daß selbst „Mcmana" und „Buhra" ihn paralysieren. Das war aber die Sünde, die viele Amerikaner begingen. Als sie sahen, daß der Krieg zu Ende und der Aufbau in die nebelhafte Ferne des „Morgen" gerückt war, beschlossen viele unter ihnen, daß es keinen Zweck mehr haben kann, Khaki zu tragen und begannen die Demobilisierung zu fordern. Im Sommer des Jahres 1919 hielten die Vertreter der amerikanischen und palästinensischen Soldaten gemeinsam mit Arbeiterdelegierten in Petach-Tikwah eine große Versammlung ab. Ich war dort anwesend. Ich ermahnte sie ernstlich, daß gerade jetzt die wichtige Rolle der Legion beginne. Eine ungeheure Pogromagitation werde im Lande entfaltet, die sich überdies auf gewisse Stimmungen unter den hohen und unteren Militärkreisen stützen könne. Unsere Feinde im Lande seien der tiefsten Lieberzeugung, daß sowohl die britischen als auch die indischen Truppen keinen Finger rühren würden, um den Jischuw zu beschützen. Bei ihren Straßendemonstrationen rufen sie: „Die Regierung ist mit uns!" Ob sie recht haben oder nicht;, sei unwichtig: sie glauben daran. Bloß eine Macht fürchten sie: die jüdische Legion. Das sei auch die Ursache, warum die Unruhen in Aegypten bis nun in Palästina keinen Widerhall gefunden hätten. Der Gegner wisse, daß im Lande fünftausend jüdische Soldaten vorhanden seien. Wie könnte man da noch die Demobilisierung erwägen? Es half wenig. Gewiß, hier war die Schuld nicht ganz auf Seiten der Legionäre: wären sie ebenso wie ich von der herannahenden Gefahr überzeugt gewesen, würden sie selbst darum ersucht haben, weiter auf dem Posten zu bleiben. Dessen bin ich sicher. Aber es fanden sich im Jischuw Elemente, die sie „beruhigten". Man erklärte ihnen, der Mann, der ihnen Schrecken einjage, sei selbst ein Neuling in Palästina und verstünde nichts von der Lage; hingegen

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