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Menorah · 1928-08-01 · Heft 8 (August 1928) · p. 418

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 8 (August 1928)
Article
[Nachricht]
Date
1928-08-01
Page
418 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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UMSCHAU Für die Zeit vom 1. Juni bis 25. Juli 1928 AUS ALLER WELT Ein rumänisches Gericht verurteilte Kaufieule, weil sie am Sabbath ihre Laden geschlossen hielten. — Im Hamburger Senat wurde ein Antrag gegen die Schechita abgelehnt. — Zum Andenken an Walter Rathenau wurde eine Gesellschaft für kulturelle und politische Aufgaben gegründet, die seinen Namen trägt. — In Köln wurde für die bei Ausgrabungen gefundenen Grabsteinreste ein Friedhof eingeweiht, der eine der ältesten Begräbnisstätten der Juden auf deutschem Boden darslcllt. — Anläßlich der Pressa veranstaltete der C. V. in Köln eine imposante Rheinlandtagung. — Die französische Liga für Menschenrechte protestierte gegen den Antisemitismus in Rumänien. — Die Kölner Konferenz der jüdischen Landesverbände beschloß für den Reichsverband die Bezeichnung: Reichsverband der deutschen Juden. --- — Die litauische Regierung plant eine Rabbinerverwaltung einzuführen, die die rabbinischen und gewisse religiöse Angelegenheiten autonom besorgen wird. — Der Deputierte Hartglas brachte in einer Debatte im polnischen Sejm vor, daß die Juden 40% der gesamten direkten Steuern leisten und warnte vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der jüdischen Bevölkerung. — In Zoppot fand eine Konferenz der hebräischen Kulturorganisation Tarbuth statt, bei der Wlad. Jabotinsky die Programmrede hielt. — Dem rumänischen Oberrabbiner Zirelsohn wurde der Kommancleurrang verliehen. — In Berlin fand eine Tagung der Weltorganisation zionistischer Frauen (Wizo) und des zion. Aktionskomitees statt. EREZ JISRAEL In Jerusalem tagte der 7. palästinensische arabische Kongreß, welcher die Einführung einer demokratischen parlamentarischen Regierung forderte. — Bei einer Balfour-Feier der englischen Juden wurde die Aufbringung von 75.000 Pfund für die Anpflanzung von 250.000 Kiefern in Palästina als Balfour- Wald beschlossen und 16.000 Pfund sofort gezeichnet. — An Stelle des Lord Plumer wurde Sir Robert Chancellor, zuletzt Gouverneur von Süd-Rhodesien zum High Comissioner bestellt. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Die erste Gruppe der Flüchtlinge aus Rußland in Konstantinopel, die von der türkischen Regierung ausgewiesen wurde, wurde mit Hilfe des internationalen Arbeitsamtes nach Südamerika abtransportiert. — In Warschau fand eine Tagung des jüdischen Gesundheitsschutzamtes für Polen statt, an der 400 Ärzte teilnahmen. — Die jüdische Gemeinde in Saloniki beschloß zur Linderung der Wohnungsnot unter den dortigen Juden ein Darlehen von 200.000 Dollar aufzunehmen. — Die Chaluzim-Kolonie Mischmar in der Krim wurde aufgelöst und ein Teil der Mitglieder nach Sibirien deportiert. — Die Prager Kultusgemeinde beschloß, das 10jährige Jubiläum der Republik durch Errichtung eines Krankenhauses zu feiern. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Rabb. Dr. Max Freudenthal (Nürnberg) vollendete sein 60. Lebensjahr; der weitbekannte Gelehrte ist Autor einer Reihe bedeutender Quellenwerke (Die Familie Gomperz, Die Leipziger Meßgäsle u. a.). Die United Synagogue (England) lehnte die Einführung des Stimmrechtes für die Frauen bei den Wahlen zur Synagogenverwaltung ab. — Hofrat Adolf Schwarz, Rektor des theologischen Lehrerseminars in Wien vollendete sein 70, Lehrsemester. — Zum Rabbiner der Moskauer Gemeinde wurde R. Klemes (Bogorodsk) gewählt. — Im August wird in Berlin die Weltkonferenz des liberalen Judentums stattfinden. — Das jüdische Religionslehrerseminar in Wien wurde aufgelöst. WISSENSCHAFT UND KUNST Der Rat der hebräischen Universität in Jerusalem beschloß, diese in eine Lehrhochschule umzuwandeln, die akademische Grade verleihen wird. — Die polnische Akademie der Wissenschaft hat eine Reihe jüdischer Gelehrter, darunter den Warschauer Oberrabbiner Professor Schorr, zu ihren Mitgliedern gewählt. -— In der jüdischen Sonderschau der Pressa wurde auch eine Ausstellung moderner jüdischer Künstler aufgenommen. — Professor Josef Frank (Wien) wurde in das Preisrichterkollegiuni des jüdischen Nalionalfonds über die Pläne zur Erbauung des jüdischen Nationalhauses in Jerusalem berufen. tf^TTl-TA/f A R C^ITIL,^1 Größte internationale Kunstwerkstätte für V>/ X IxlVl/YlV OV^rTIX f Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, L, Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. — Spezialität: Brautsdieitel, diese werden der Mädchenfrisur mit verbluffender Täuschung nachgemacht —

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