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Menorah · 1928-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1928) · p. Seite 360

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1928)
Article
Die jüdische Volkskunde auf der "Pressa"
Date
1928-06-01
Page
Seite 360 (sequence 5)
Language
German
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360 MENORAH „Gedichte und Scherzein jüdischer Mundart" aus den 60iger Jahren des 19. Jahrhunderts. Darin unter anderem „Veitel Heimanns Reisebriefe an seine Gattin Esther in Inowraclaw", „A Ghillef is ä Challef" oder „die Bürgschaft (frei nach Schillern)", auch andere Parodien Schillerscher Gedichte. Der Marschelek singt vom lustigen Kochlöffel: „Zieht sich der Ofen den Rock an, Will zur Chassene gehen. Werft man das Haus Zum Fenster raus, Tanzt die Katze mit der Maus. Der Kochlöffel hat die Kerche bestohlen." Hirsch-Album von W. Dalatkewicz (Hirsch als Rekrut usw., bes. seinerzeit allbekannt: Hirsch in der Tanzstunde).— L. Böhm, Lieder eines fahrenden C h o s s i d, Hildesheiiii 1910. Ein besonderes Kapitel bilden die Purimspiele und Parodien, so „Meliza l'Purim", in Form der S'lichoth (Wien), Lei schimmurim von J. Ch..... Stutj., Breslau 1866, Hag gada l'l e 1 schikkurim von Z'bi Hirsch, Berlin, Massekheth Purim... mit Haggada l'lel schikkurim, Verlag Faust, Krakau 1878; Parodien auf die Pessachhaggada; Josefsspiel und dergleichen, auch neuere Produktionen, wie von Weisse, Goldschmidt, Kurt Grunwald, Anders und Jungmann (Der Kampf ums Hängen, Berlin). Ein „T a a 1 e h aruka" (allerhand Heilmittel), Lemberg 1850 (nicht bei Benjakob), ist zusammengebunden mit Kanfoth haarez („die Beschreibung von alle berühmte Stadt"), Lemberg 1848, „Ar i e 1, Biographie des Erzherzog Karl und dessen Heldentaten" von A. M. Mohr, Lemb. 1848, S s i m a n e r'aschim ur'araim, Lemberg 1848 (Bauernkalender) und einem Spottgedicht auf Metternich nebst einer „Lebensbeschreibung von dem schwindlerischen Minister M". Sie beginnt „Eine wunderbare Sache ist geschehen, eine Sache, die kaum zu glauben ist: der Minister M. ist gestürzt!" Und schließt: „Sein schwarzer Ssof (Ende) is über dich gekommen, wie es einem jeden bekannt ist..Das Gedicht, in hebr. Lettern hebr., deutsch und polnisch gehalten, macht M. zum Diebe: „Und von die alle Gaben ist dem Kaiser wenig arausgekommen. Denn der Fürst M. hat alles sich genommen." Graf Stadion erschien den Polen als Retter. „Die Nationalgarde geht gewaffnet mit Gewehren un' die Schwerte an der Seit, Es ist drinnen Studenten, Juden und auch Edelleut." „O Gott, tue schon das Land stillen, Daß ein jed«r soll tuen Deinen Willen!" Auch die Ansicht s-

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