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Menorah · 1928-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1928) · p. 356

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1928)
Article
Die jüdische Volkskunde auf der "Pressa"
Date
1928-06-01
Page
356 (sequence 1)
Language
German
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Die jüdische Volkskunde auf der „Pressa" nter den Gegenständen, die von der Leitung der ,,Isop" angefordert oder von mir freiwillig für sie zusammengestellt wurden, fallen einige in den Bereich der Folklore. Als Rahmenwerk, um eine Anschauung der Judenheit in ihren mannigfachen Verzweigungen zu bieten, wurden Typen exotischer Juden, Volksszenen und dergleichen gewünscht. Aus meiner Sammlung konnte ich Bilder von Juden, jüdischen Trachten, Volksszenen, Häusern, Synagogen, Friedhöfen aus dem Kaukasus, Persien, Buchara, Daghestan, Indien, China, Japan, Nordafrika, von Karäern und Falaschas bieten. Von Zeitungen, unter denen manche, wie „Hathor" (M. Sziget), „Das frei Blatt", „Kritik und Reform", „Jüd. Illustr. Familienblatt", „Ung. jüd. Wochenschrift", „La Veridad", „El Dia", „El Tiempo", „El Mesirit" und die große Anzahl der amerikanischen Blätter besondere Beachtung verdienen, berühren einige das Gebiet der Volkskunde, indem sie aus zweiter oder dritter Hand Juden in Asien oder Afrika behandeln, wie die in Persien (Ung. jüd, Wochenschrift 1871, Seite 296), die in Südarabien (das. 357) und Abessinien („Das Abendland" 1868, Seite 28, 152, 171) usw., wie die im Kaukasus bereits in den von Heinr. Loewe veröffentlichten, in Wien 1596 erschienenen „Zwo warhafftige new Zeitung" als „rothe Juden auss dem Gebirg Caspis hinder dem rothen Meer" bezeichnet wrurden, „die wollen mit Heeres Krafft Jerusalem und das gantze Jüdische Land wieder gewinnen und einnemen". Von friedlicher Arbeit in Palästina berichtet das „Kgl. priv. gemeinnützige, unterhaltende Itzehoer Wochenblatt" vom 12. Juni 1840. Es behandelt die DamaskusafFäre und schreibt im Anschlüsse hieran: „Es beschäftigen sich jetzt viele angesehene Juden aus England, Italien und dem Orient damit, an verschiedenen Orten Judäas Manufakturen und Fabriken zu begründen, in welche nur jüdische Arbeiter aufgenommen werden sollen. Die Rabbinen in der Türkei sind aufs eifrigste bemüht, junge Leute für dies Unternehmen zu gewinnen". Eine Nummer der französischen Jugendzeitschrift „Mon Journal" bringt von Rose Delaunay einen illustrierten Aufsatz: „Comment il faut chanter Biquette". Es ist ein Kinderspiel, unserem „Chadgadja" entsprechend. „Der Kern dieses Liedes", sagt die Verfasserin, „ist sehr alt, die Worte der hier wie der gegebenen Version stammen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts". Die Kinder verteilen unter sich die Rollen des Zickleins, des Hundes, des Wolfes, des Stockes, des Feuers, des

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