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Menorah · 1928-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1928) · p. Seite 328

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Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1928)
Article
Entstehung und Bedeutung der Jüdischen Sonderschau
Date
1928-06-01
Page
Seite 328 (sequence 2)
Language
German
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328 MENORAH Faust an ein solches Unternehmen heranzugehen. Immerhin wurde der Presseausschuß der Gemeinde ersucht, Informationen einzuholen. Er wandte sich an die großen deutschen Organisationen, den Landesverband, den Central-Verein, die Zionistische Vereinigung und die Groß löge und bat dies e um ihre Ansicht und e ventuell um ihre Mitarbeit. Die Beantwortung dieser Anfragen zog sich übermäßig in die Länge. Zu einer finanziellen Unterstützung dieser Sache schien wenig Geneigtheit vorhanden, während die ideelle Seite allgemeine Anerkennung fand. Inzwischen hatte sich unabhängig von dem Kölner Komitee unter Führung der Jüdischen Telegraphen-Agentur in Berlin ein Ausschuß von Vertretern der Presse gebildet, der sich lebhaft für die Errichtung der Jüdischen Sonderschau einsetzte, aber nicht in der Lage war, deren Finanzierung durchzuführen. Das Kölner Komitee entschied sich demnach auf Grund der eingelaufenen Zustimmungserklärungen einstimmig für die Errichtung des jüdischen Pavillons, und der Vorstand der Synagogengemeinde Köln beauftragte es mit den Vorarbeiten, für die er eine Beihilfe von 3000 Mark bewilligte. Anfang Oktober kam dann eine Zusammenkunft von Vertretern aller maßgebenden Organisationen in Berlin zustande. Es wurde dort die Bildimg eines geschäftsführenden Ausschusses und zweier Arbeitsausschüsse in Köln und Berlin beschlossen. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, daß die Zentralisation in Köln zweckmäßig erschien, weil viele Arbeiten nur im Zusammenhang mit der Leitung der „Pressa" erfolgen konnten, anderseits erschien Berlin als bedeutender Zentralpunkt jüdischen Lebens, wo sich auch die Vertreter der amerikanisch- und polnisch-jüdischen Tagespresse befinden, besser geeignet, die Führung zu übernehmen. Leider standen die zahlreichen Journalisten, die sich für den Gedanken der Presseschau einsetzten, in einem sehr losen Zusammenhang mit den großen Organisationen und den jüdischen Gemeinden. Infolgedessen wurde die Arbeit in Berlin nur wenig gefördert. Wenn der Pavillon rechtzeitig errichtet werden sollte, mußte eine rechtsfähige Person geschaffen werden, die auch in der Lage war, die Finanzierung zu betreiben und den Bauauftrag zu erteilen. Demzufolge beschloß das Kölner Komitee die Bildung eines eingetragenen Vereins; und so kam die Jüdische Sonderschau der „Pressa 1928", Köln, „ISOP" E. V. in Köln zustande. Der Verein entfaltete sofort eine intensive Werbetätigkeit und erlangte die Mitwirkung der Jüdischen Gemeinde Berlin und des Preußischen Landesverbandes, die sich entschlossen, die Sonderschau

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