Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 4 (April 1928)
- Article
- Die jüdische Landwirtschaft in Bessarabien
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 249 (sequence 8)
- Language
- German
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DIE JÜDISCHE LANDWIRTSCHAFT IN BESSARAI3IEN 249 Jüdischer Landwirt der Kolonie Alexandreny beim Einbringen der Ernte schäftigen. Zwischen den neuen Landwirten gibt es nicht wenig Possessoren", die mil den in den Großgütern angewandten verbesserten Wirtschaftsmethoden gut vertraut sind. Es gibt unter den neuen jüdischen Landwirten Leute, die neue Wege suchen und den Ratschlägen des Agronomen aufmerksam zuhören. So beginnt die Entwicklung einer fortschrittlichen Wirtschaft; und nur eine solche und keineswegs die gemeine Bauernwirtschaft vermag hei den Juden festen Fuß zu fassen, wie es schon bei dem jüdischen Tabak- und Weinbau erreicht ist. Die jüdische Landwirtschaft, die zu einer so schweren Zeit entstanden ist, erforderte Unterstützung. Sie benötigte juristische Hilfe, um ihre Rechte auf das Land zu sichern; sie benötigte instruktorische Hilfe, um ihre Arbeitsmethoden zu verbessern; sie benötigte Kredit, um sich mit Inventar zu versorgen. Die erste jüdische Hilfsorganisation, die sich dafür interessiert hat, war die Gesellschaft „Ort*)". Etwas *) Die Gesellschaft zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden (Gesellschaft Ort) wurde schon im Jahre 1880 in Petersbure: gegründet. Nach der Revolution wurde die Zentralverwaltung der Gesellschaft nach Berlin verlegt. Sie besitzt Abteilungen in den Grenzstaaten Rußlands.