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Menorah · 1928-04-01 · Heft 4 (April 1928) · p. Seite 240

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 4 (April 1928)
Article
Vom Nil zum Jordan
Date
1928-04-01
Page
Seite 240 (sequence 14)
Language
German
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240 MENORAH „Yes, Mylord, es gibt — und um mit Juden sprechen zu können, braucht man noch mehr als vierzehn." „Gut," schließt er, „ich danke Ihnen, meine Herren. Betreffs des Namens der Legion, betreffs der Regimentskokarde und der anderen Einzelheiten wird Sie General Geddes, der Rekrutierungsdirektor, zu sich bitten." Wir gehen. Also, die Legion ist eine Tatsache; und alle Traditionen des War- Office sind gebrochen worden — und Colonel Pownall, dem ich noch am selben Abend in unserem Lager bei Winchester über dieses Interview Rapport erstatte, schwört bei seinem Ehrenwort, daß, seit die britische Armee besteht, sich ein solcher Fall bei einem gemeinen Soldaten noch nicht ereignet hat. Aber stolz zu werden — läßt man mir keine Zeil. Morgens marschieren meine Kameraden zum Exerzierplatz. Ich sitze auf meinem Bett (ich habe noch einen Tag Urlaub) und blättere in meinem englischen Buche über die Türkei, die man unbedingt aufteilen müsse usw. — soeben habe ich das erste Exemplar erhalten. Ich streichle das Kuvert, wie eine junge Mutter das Köpfchen ihres ersten Kindes, und gebe mich optimistischen Träumen hin über seine Zu kunft und seine Wirkung . . . Plötzlich tritt ein Leutnant herein, dem die Ordnung in der Kaserne obliegt. „Fenster geschlossen4', brummt er. „Hallo, Gemeiner mit den Brillen! Fenster öffnen." „Welche, Sir?" frage ich. „Alle, you bloody fool!" entgegnet er und geht weiter. J-Js lohnt sich, noch zwei Unterredungen zu erwähnen, die mir ein anderer Freund verschafft hat — Herr Nabokow von der russischen Botschaft. Die eine fand statt mit Pierre-Paul Cambon, dem französischen Botschafter. Verschiedener Ursachen wegen, die ich schon erwähnt habe, legte ich viel Gewicht darauf, daß das Unternehmen nicht ganz den Eindruck erwecke, als wäre es eine rein englische Angelegenheit, bei der Frankreich ignoriert werde. Aber das Interesse an diesem Interview beruhte auf einer anderen Einzelheit — auf einer kleinen Prophezeiung, die Cambon mir gemacht hat. Er selbst war ein Kenner des Ostens, war französischer „Resident" in Tunis gewesen. Eine der ersten Fragen, die er mir stellte, lautete folgendermaßen:

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