Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1928)
- Article
- Die ersten Statuten für das Bethaus der Israeliten in Wien
- Date
- 1928-02-01
- Page
- Seite 128 (sequence 4)
- Language
- German
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128 MENORAH den, damit dor „Gottesdienst gegen joden Angriff der Zeit gesichert sei und das Gedeihen und Bestehen desselben nicht imhcim gegeben -werde den zufälligen Ansichten und Neigungen der darnn Teilnehmenden". IV. Die Erwartungen jener Verfasser der Statuten haben sich erfüllt. An dem 1829 normierten Gottesdienste für den Seitenstet(en- Tempel ist bis zur Stunde nicht gerüttelt worden. Es blieb — wie nicht anders denkbar —■ die hebräische Gebetsprache und die Predig! in deutscher Sprache. Und die übrigen Bestimmungen der Statuten sind im Wesen unangetastet geblieben. Aus der kleinen Bethausgemeinde von 500 Seelen ist indessen eine große Judengemeinde geworden. Und das Jahrhundert 1820—1920 konnte nicht spurlos vorübergehen. Die Urheber und Gutheißer jener Bethausslatuten haben die Krise, die die damaligen Juden Wiens bedrohte, nicht für alle Zeilen gebannt, noch auch bannen können. Das neue Jahrhundert hat eine Krise sui generis gebracht. Die Bedeutung des Beihauses in der Seilenstettengasse kann indes durch nichts geschmälert werden. Dieses Bethaus halte die Aufgabe, der Mitwelt zu beweisen, daß das J u cl e n t u m mit seine n e h r w ü r d ig c n Ü b e r 1 i e f e r u n g e n i n u n s e r e v e r ä n d e r t e n V e r h ä 1 t n i s s e paßt, daß es den Hauch einer frischen Zeit verträgt und daß es ungefährlich und ungefährdet im christlichen Staate bestehen könne . . . Dem heranreifenden Geschlechle war ein j ü d isches Bewußtsein gegeben, das es bisher entbehrte, es gestaltete sich im Laufe der Zeiten zu einer wahren Pflanzstätte der K u 11 u r*)." Der mißverstandenen Aufklärung und dem Abfall zum Trotz. Aus den Statuten von 1829 kann gelernt werden. Dr. II. Glaser. BUCH ER EINLAUF JUDISCHES LEXIKON. Herausgegeben von Dr. Georg Herlitz und Dr. BrunQ Kirschner Band 1. Jüdischer Verlag, Berlin. JOHANNES LEDBOIT: Joseph; Erzählungen aus dem Lande der Pharaonen. Emil Roth Verlag, Gießen. 1 iEMAN-HARLTN: DIE GESCHICHTE DES JÜDISCHEN AHLKES. Calwer Vereinsbuchhandlung, Stuttgart. S. LEVI: BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE DER ÄLTESTEN JÜD. GRABSTEINE. L. Wilkens, Mainz. Die Orientreise muß jetzt vorbereitet werden! nach dem Orient Orientreisen Drei Luxusreisen heißen die Broschüren, die der PaLestine-Lloyd (->. m. h. H., Charlottenlmrg 2, Joachimsthaler-Siraße 38, Telephon.: Bismarck 1)701,05, Ihnen kostenlos und unverbindlich zur Verfügung stellt. JOHANNA ABELES & SOHN MIEDERSPEZIALITÄTEN WIEN, I., ROTENTURMSTRASSE 23 1 Lausanne — Schweiz j I I : Israel. Töchter-Pensionat I S&VIGNE 5; i Mmes. M. Bloch, officier d'Academie \ und B. Bloch *) Worte von Moritz Königswarter. -S. Grunwald, Geschichte der Wiener Juden, S. 43,44. Herausgeber Dr. Norbert lioifiuann, Eigentümer und Verleger JI abri th-Verlagsges e Iis chaft m. b. II , sämtlich Wien, I., Zelinkagasse 13. Verantwortlicher Redakteur Friedrich Matzner, Wien, V., Margaretengürtel 22. Druck der Waldheim-Eberle A. G. (verantworth: Karl Wieland), Wien, VII., Seidengasse 3—11.