Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1927)
- Article
- Einige Aktenstücke aus der Franzosenzeit, die Mainzer Juden betreffend
- Date
- 1927-12-01
- Page
- Seite 751 (sequence 5)
- Language
- German
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EINIGE AKTENSTÜCKE AUS DER FRANZOSENZEJT 751 Abb. hntwurf rou .s/. bar far den St raßendurchbr ucli and den- Neubau <U r S t/na ao</e. 11 ic dar (luteahart/platz, dir Lud\r i asl rufte, and das Theater bereits tu A <tj>ale<»is Auftrat/,' ron St. Far qe plant. al>er nur zum Teil a us(/ef uhrt icurdcn, so wollte er auch a nde rfa rl s St ra /.ieud u rchbruche, neue Platze und ir irku ausrolle Monumentalbauten schallen, hüten solchen Fntirarf St. bars far den Durchbruch der hcutiuen Loireu ho/ st ra ße iRue du (Iraml-Sa nliedrin / zur Enoncrun st rufte, S<diufjunt) eines kreisrunden Platzes an letzterer Slrufte und lSeubau der si/nu(/oqc mit breiter 'ireppeuunlaqc and Säulenhalle in Form eines rom isein n lempels auj dem Dreieck zwischen Fmmerun-, h'echenst rufte (l\ue des Fa lea u.r-h' ue des hanisi »nd dem Durchbrach der Loiren liofst rn fte sehen irir in nhiuer Abb .;. l'm dieser gesetzlichen Vorschrift Genüge zu leisten, könne das Quellwasser von Bretzenheim benutzt werden. Dieses galt als das reinste und gesündeste Wasser von Mainz und wurde nur durch Bleirohre herbeigeleitel. um den Neuen Brunnen in der Großen Bleiche und andere benachbarte Brunnen dieses Stadtgebietes zu speisen. Man müsse also einen Bauplatz für das neue Bad suchen, der nahe genug an der Großen Bleiche gelegen sei. Soweit der Bericht vom 12. April, der am 24. April 1811 von dem Bürgermeister Macke milunlerzeichnet wurde. Vorhanden ist ferner das Dankschreiben der vier Vorstandsmitglieder der jüdischen Gemeinde, R. BisehoiTsheimer. Samuel Schlosser, Leon Schlesinger, Jean Weslenburig. vom .'i. Mai 1811 an den Prüf eklen, für seine Bemühungen und das Interesse, das er an der Gesundheit und dem Wohlergehen der Bevölkerung nehme, das ungesunde Bad zu zerstören, und ein neues in einem gesunden und sauberen Lokale zu errichten. Der Vorschlag von St. Far sei jedoch nicht durchführbar: die Bauplätze an der Großen Bleiche seien kaum zu haben, die Zuführung der Brelzenheimer Quelle sei zu kostspielig, ohne die Gewähr der genauen Beachtung der rituellen Vorschriften zu bieten, und schließlich seien die Bauplätze an der Großen Bleiche zu sehr der Öffentlichkeit ausgesetzt, wodurch die Schamhaftigkcit der Frauen verletzt werde; denn, es sei eine religiöse Pflicht, sich den Blicken jedes anderen Mannes außer denen des Galten zu entziehen; deshalb sei es auch üblich, das Frauenbad bei der Synagoge zu errichten. Dagegen teilen sie ihm mit. daß sie an der Margarethengasse einen geeigneten Bauplatz zwischen Gärten gefunden und sich mit dem Architekten Welter wegen der Ausarbeitung des Planes ins Einvernehmen gesetzt hätten. Hiermit brechen die Akten ab. Wie mir von dem früheren Rechner der israelitischen Gemeinde. Herrn Siegfried Fraenkel. mitgeteilt, wurde, ist tatsächlich laut Akten der jüdischen Gemeinde, im Jahre 1811 auf dem Grundstücke Margarelhenslraße Nr. I. hinler dem Eckhause der heutigen Löwenliofstraße. das neue Bad errichtet worden und daselbst bis zum Um- und Neubau des Bades im Jahre 1886/87 in dauernder- Benützung gewesen. ^Xf. Dieftenhach.