Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1927)
- Article
- Sonderheft Magenza
- Date
- 1927-12-01
- Page
- 705 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M ENORAH V. JAHRGANG DEZEMBER 1927 NUMMER 12 SONDERHEFT MAGENZA ZE/Ä EINFÜHRUNG Der Verein zur Pflege jüdischer Altertümer in Mainz, welcher am 1. Oktober 1925 gegründet wurde, hat in den zwei Jahren seines Bestehens bereits wertvolles Altertums-, Kunst- und Kulturmaterial als Zeugnis jüdischen Lebens in bescheidenen Räumen des Verwaltungsgebäudes der israelitischen Religionsgemeinde Mainz gesammelt und gesichtet. Wenn er nun heute mit einer VeröfTentlictvung in Form eines Sonderheftes „M a g en z a"1) im Rahmen dieser Zeitschrift „Menorah" hervortritt, so soll durch dieses Unternehmen einem größeren Kreis Kenntnis von der begonnenen Arbeit gegeben werden. Es soll aber auch durch das gebrachte Material Anregung zu weiteren Arbeiten gegeben werden. Ist es uns doch gelungen, namhafte Mitarbeiter, welche sich auf Sondergebieten der Forschung bereits bewährt haben, für die vorliegende Sammelschrift zu gewinnen. Es dürfte das erste Mal sein, daß sich zur Behandlung dieses Stoffgebietes Mitarbeiter aus den verschiedensten Lagern zusammengefunden haben. Und wenn der einzelne Autor auch nur ein begrenztes Teilgebiet bearbeitete, so wollen wir diese Bereitwilligkeit doch rückhaltlos und dankbar anerkennen; wir dürfen darin wohl auch ein Zeichen dafür erblicken, daß man hierzulande die Klärung jüdischer Geschichtsfragen in allen Kreisen als eine Teilaufgabe allgemeiner heimatgeschichtlicher Forschung bewertet. Über die Geschichte der Juden in Mainz wurde früher bereits manches Material veröffentlicht2), doch fehlt bedauerlicherweise bis zum heutigen Tage eine Gesamtdarstellung der Geschichte der Juden in Mainz". Wir wählen hierbei mit Absicht diese Fassung und nicht den Titel Geschichte der Mainzer Judengemeinde", weil infolge wiederholter Vertreibungen und Vernichtungen von einer einzigen Gemeinde im Sinne ununterbrochener Fortdauer nicht geredet werden kann. Wir wollten nun mit diesem vorliegenden Hefte eine weitere Grundlage für die notwendige Monographie „Das jüdische Mainz" bereiten. Ausdrücklich betont sei aber,