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Menorah · 1927-11-01 · Heft 11 (November 1927) · p. Seite 688

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 11 (November 1927)
Article
Schibche ha-Zaddikim
Date
1927-11-01
Page
Seite 688 (sequence 4)
Language
German
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088 MENORAH 2. Die Tobiasnacht Ein Schriflgelehrter hatte eine Tochter, die zweimal vorheiratet war. Jedesmal starb der Bräutigam am Hochzeitstage. Maasud Alfasi hörte von diesem Unglück und befahl einem seiner Schüler das Mädchen zu ehelichen. Er versicherte dem sich weigernden Talmudjünger, daß er 120 Jahre leben werde. Diese Verheißung erfüllte sich. Als der Schüler in seinem 80. Lebensjahre auf einer Seereise vom Sturme ergriiTen wurde, da erinnerte er Gott an das Versprechen des Zaddik. Das Schi IT wurde gerettet, und der Jünger lebte noch weitere 40 Jahre. Es herrschte im allgemeinen eine Furcht, ein Weib zu heiraten, das bereits zwei Männer durch den Tod verloren hatte (vgl. Iserlein, Terumath ha Besehen, Nr. 211). Die Gefahren, die das Brautpaar bedrohen, sind bereits im talmudischen Zeitalter bekannt, wie wir dies der Geschichte von R. Akibas Tochter (R. Sabbat 156 B, vgl. Beiträge I, S. 301, und Gaster, The Exampia of the Rabbis, Nr. 306) sowie der Tobilgeschichte im Tanchuma und in den Maasijoth (s. Beiträge II, 355 II.) entnehmen14,1.). 3. Seelen Wanderung Masud erwachte einst um Mitternacht und weckte seinen Sohn auf, damit er ihn in das Haus einer Frau begleite, die soeben einem Kinde das Leben geschenkt, in dem die Seele des Isaae Lurja wieder zum Leben gekommen war. Der Knabe wurde später ein tunisischer Wundermann, von dem unsere Sammlung viele Wunderdinge zu erzählen weiß, es war: Jesajah Basis. (Über Seelenwanderung, vgl. auch Quest. XVI (1926-, S. 151—152.) 4- Die Luftfahrt des Arabers Die nächste Erzählung spricht von Jesajah Basis. Das Ereignis spielt sich in Tunis ab. Der kurze Inhalt der langen Geschichte ist folgender: Die Juden gebrauchen für das Laubhüttenfest, um die Laubhütlen zu machen, Myrtenbäume. Die Dorfbewohner bringen solche vor dem Teste zur Stadt. Einst hatten die Bauern untereinander eine Abmachung getroffen, überaus hohe Preise zu fordern. Die Juden konnten die Preise nicht zahlen. Sie beklagten sich beim Rabbiner. Der Rabbiner ging selbst auf den Markt und kaufte um jeden Preis, was er brauchte. Er ersuchte den Bauer die Sachen ihm ins Haus zu bringen und dort aufs Dach zu legen. Der Rabbi erhebt seine Augen zum Himmel, zitiert den vierbuchstabigen Gottesnamen und der Bauer fliegt in die Luft mit dem Bündel in der Hand. Er erschien wie ein Vogel mit einem menschlichen Gesicht. Die Leute sahen es und waren natürlich höchst erstaunt. Der König wurde benachrichtigt und die Vermutung wurde geäußert, daß dies das Werk des Rabbi sei. Der Rabbi wird mit großen Ehren vor den König gebracht und über die Sache befragt. Er gibt Bescheid und berichtet, daß der Mann im Begriffe sei herabzusteigen. Er wird vor den König beschieden und offenbart die Vereinbarung unter den Bauern. Der Rabbi wird vom König und dem Hof bewundert. Die Bauern stehen beschämt da.

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