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Menorah · 1927-11-01 · Heft 11 (November 1927) · p. 644

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 11 (November 1927)
Article
Die Balfour-Deklaration
Date
1927-11-01
Page
644 (sequence 1)
Language
German
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DIE BALFOUR-DEKLARATION Zum 2. November Am 2. November 1917 richtete das Mitglied des Kabinetts Lloyd George, Lord Artur James Balfour, ein Schreiben an Lord Rothschild: Farajpu oflic?, N'ovewSor 2ndf 1917. Dear Lord Rothschild. I have muco pleasure in conveylng to you, cn behalf of His wajeaty's Government, the followjng aeclara^ion of sympatny witn jewish zionist espirations whicn has been subaitted to, and approved by. tos cabinet Uta M&Jeety'e Governnient view with favour the establiehment in Palestme of a national home for the Jewish people, and will u*e their fcost endeavours to facilitate the achievement of thle object, it boing claarly understood that nothing shall be aone whlch way prejudlce the elvil and religious rights of exietlng non-«jewlsn cotnminitles in Palsatlne, or the rights and poinicai statue enjoyod by jewa in any other country*. I ahould be grateful lf you would bring ttiia deciaratlon to the gnowiedge of the Zlonict Föderation. J> >-'■# tSnjc^ /!, c^£-^ Lieber Lord Rothschild! Es ist mir ein großes Vergnügen, Ihnen namens Seiner Majestät Regierung die folgende Sympathieerklärung mit den jüdischzionistischen Bestrebungen zu übermitteln, die dem Kabinett unterbreitet und von ihm gebilligt worden sind. Seiner Majestät Regierung betrachtet mit Wohlwollen die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird die größten Anstrengungen machen, um die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei wohl verstanden sei, daß nichts geschehen soll, was den bürgerlichen und religiösen Rechten bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder den Rechten und politischen Verhältnissen, welche Juden in irgend einem anderen Lande genießen, Eintracht tun mag. Ich bitte Sie, diese Erklärung zur Kenntnis der zionistischen Federation zu bringen. Ergebenst (gez.) Artur James Balfour. Der eine Satz, aus dem das als „Balfour-Deklaration" in die jüdische und in die Weltgeschichte eingegangene Dokument besteht, enthält nicht mehr und nicht weniger als die Anerkennung der Juden als Volk und die politische Anerkennung ihres Rechtes auf eine nationale Heimstätte in Palästina durch England, eine Anerkennung, die im Mai 1920 durch den Vertrag von San Remo und später durch den Friedensvertrag von Lausanne völkerrechtlich kodifiziert wurde. Damil war das programmatische Ziel des Zionismus: „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die SchafTung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina", das zwanzig Jahre vor der Balfour- Deklaration (auf dem ersten Zionislenkongreß zu Basel) formuliert worden war, international anerkannt und bei der Zuteilung des Völkerbundmandates über Palästina erhielt Großbritannien den bindenden Auftrag, die Verwaltung des ihm anvertrauten Mandatsgebietes so zu führen, daß alles getan und nichts unterlassen werde, um die — völkerrechtlich anerkannte — Schaffung eines „national home", einer

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