Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 9 (September 1927)
- Article
- Die Juden in Bulgarien einst und jetzt
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 547 (sequence 5)
- Language
- German
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DIE JUDEN IN BULGARIEN EINST UND JETZT 547 Das JLiclenvierlel von Nikopol mit der spaniolischcn Synagoge (im Vordergründe links) Die Synagoge steht an Stelle, ivo sich das Bethaus Josef Caros erhob, das in den russisch-türkischen Kriegen des 18. und 79. Jahrhunderts mehrmals in Trümmer geschossen und erst im Jahre i$S8 rom damaligen Fürsten Ferdinand I. wieder aufgebaut wurde. welsche und griechische Schulen haben, doch der mehrer theil Deutsch reden16)." Der falsche Messias Sabbathai Zewi war bemüht, auch unter den Juden Bulgariens Anhänger zu finden. Er sandte im Jahre 1666 aus dem Dardanellen schloß Abydos, wo er von den Türken gefangen gehalten w7urde, ein Schreiben an die Juden von Sofia mit der Aufforderung, seinen Geburtstag, den 9. Ab, als Festtag zu begehen. Um diese Zeit zählte Sofia bereits 2000 Juden, wie aus dem Bericht des Dr. Antonio Benetti hervorgeht17). Die berühmte Donaufestung und Handelsstadt Widdin blieb auch während der Türkenzeit ein Mittelpunkt jüdischer Bildung. Im Jahre 1784 übersiedelte die Familie Ventura von Spalato nach Widdin; ihr entstammte eine Reihe berühmter Rabbiner Bulgariens. Der erste Rabbiner aus diesem Geschlechte, Sabbathai ben Avraam Ventura, wirkte von 1784 bis 1806 in Widdin und tat sich auch auf literarischem Gebiete hervor18). Widdiner Juden begründeten im Jahre 1792 die jüdische Gemeinde der aufblühenden Handelsstadt Rustschuk10). Schluß und Anmerkungen folgen in der nächsten Nummer