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Menorah · 1927-09-01 · Heft 9 (September 1927) · p. Seite 541

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 9 (September 1927)
Article
Die Juden in Bulgarien einst und jetzt
Date
1927-09-01
Page
Seite 541 (sequence 1)
Language
German
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DIE JÜDISCHE KOLONISATION 541 Baaernmädchen aus den jüdischen Kolonien Juden an der für Rußland wichtigsten (westlichen) Grenze ansässig waren, wurden sie zu natürlichen Leitern der russischen Ausfuhr. Sie wurden in den nach dem Aushau des Eisenhahnnetzes aufblühenden Handels- und Industrieunternehmungen tätig. Sie betätigten sich aber nicht nur als Unternehmer, sondern auch als physisch arbeilende Elemente. Die fortschreitende Einbeziehung der Bauernmassen in den Tauschverkehr schuf viele neue Arbeitsgelegenheiten für die jüdischen Handwerker, die bald einen beträchtlichen Teil der jüdischen Bevölkerung ausmachten. Diese günstige Entwicklung Rußlands und des russischen Judentums wurde leider durch den Sieg der Reaktion nach der Ermordimg Alexanders II. im Jahre 1881 unterbrochen. Nach einer beträchtlichen Milderung der jüdischen Ausnahmegesetzgebung unter Alexander II. kam es unter Alexander III. zu neuen Verschärfungen. Dadurch verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der jüdischen Bevölkerung bedeutend. Die erhöhte Tatkraft und Kultur der jüdischen Massen fand aber jetzt ihren Ausdruck in der großzügigen Entwicklung der jüdischen Emigration. Ein gewisser Teil der Emigranten versuchte sich dem landwirtschaftlichen Berufe zu widmen. In Argentinien, in

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