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Menorah · 1927-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1927) · p. Seite 383

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1927)
Article
Die polnischen Juden in den Memoiren des polnischen Adels
Date
1927-06-01
Page
Seite 383 (sequence 2)
Language
German
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AUS DEN MEMOIREN DES POLNISCHEN ADELS 383 sagen, aber dem Herrn von Strzaiecki gelang es durch Ruttenhiebe ihn dazu zu bewegen. Heute ass er bereits Schweinefleisch. Pater Bonifacius von der Regel Minorum de observantia giebt sich viel Mühe um den Starrsinn des Knaben zu brechen. 26 Januarii. Die amerikanische Sau hat heute 11 Junge geboren . . . 27 Januarii. Es kamen Juden aus Berditschow, gaben für den Schwindler Herschko die 91 Tympf, dazu als Geschenk ein Hut Zucker und drei Pfund schlechten Kalle. Ich Hess den Herschko frei, wollte aber den Sohn behalten, da er bereits für die katholische Kirche bestimmt war, die Juden Hessen aber nicht los und ich mußte ihn frei geben. Ich hoffe aber, dass ich ihn doch zurück bekomme. Herschko wird ja wahrscheinlich den nächsten Zahlungstermin nicht einhalten und dann wird Leisor Christ werden. Warten wir also bis zum 24 März ..." IBIDEM, BAND III, SEITE 128. Im Heerlager des Fürsten Poniatowski im Jahre 1792: „Im Lager bei Lubar unweit der Stadt Berdyczöw. Ich sandte sofort um die grössten Kaufleute und die Kahalssenioren und befahl ihnen 25 Kosackenpferde und 25 Monturen sammt Leder werk zu liefern. Den Kahalssenioren befahl ich überdies 100 Scheffel Hafer und zehn Wagen Heu wie auch Kost für unsere Kosacken zu liefern.. . Am zweiten Tag kam die Abordnung der Berdyczower Kaufleute; an der Spitze der Christen standen Jenni, ein Schweizer und Gerner, ein Deutscher, an der Spitze der Juden die zwei bekanntesten Kauf läute in Berdyczöw: Chaim Chmielnicki und Boruch ... Chaim Chmielnicki war sehr reich, er handelte en gross mit Manufactur, hatte ein Lager in Berdyczöw, das zweite in Ostrog und das dritte in Dubno. Auch Boruch war Grossist, seine zwei Lager in Berdyczöw waren voll mit englischem, französischem und deutschem Tuch. Beide hatten auch die zwei grössten Häuser in Berdyczöw, am Wege, wie man von dem Karmeliterkloster zur Stadt geht. Ausser den obgenannten Waaren lieferten die Kaufleute aus eigenem Antriebe zu Händen des Fürsten (Poniatowski)neue Mu sikinst rument e und zwar ^Trompeten, zwei Oboe, zwei Klarnets, vier Waldhörner usw. Es ist schwer zu beschreiben wie der Fürst sich damit freute, die Christen lud man zum Frühstück ein, die Juden wartete man mit Liqueur und Wein auf. Die Kaufleute waren zufrieden, der Fürst auch." Jüdischer Fuhrmann

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