Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 4 (April 1927)
- Article
- Unsere Mutter
- Date
- 1927-04-01
- Page
- Seite 272 (sequence 3)
- Language
- German
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272 HOTELS UND PENSIONEN — UNTERRICHTSANSTALTEN konnte und wurde täglich vom Dampfer abgeholt, so daß sie nur 24 Stunden unterwegs war. Moritz benützte seine Verbindungen mit der Südbahn sowohl, als auch mit einem hochgestellten Italiener, der dafür sorgte, daß die Zollbehörde die Milch ungehindert passieren ließ. Freilich bekam er nach ein paar Wochen eine Rechnung auf Zollspesen von einigen hundert Lire von der italienischen Regierung, aber wenn mein Schwager ein gekröntes Haupt gewesen wäre, so hätte er die Milch nicht rascher bekommen können. Als mein Schwager Sch. schwer erkrankte, war es Moritz, der immer hinberufen wurde; oft reiste er die Nacht durch — aber nicht im Schlafwagen — blieb tagsüber dort und fuhr wieder die ganze Nacht retour. Als ich mit unserer jüngeren Tochter nach überstandener Diphteritis nach dem Süden mußte — mein Mann konnte damals nicht von der Schule weg — da war er es, der mich nach Meran begleitete, wieder zwei Nächte hintereinander \ Lausanne - Schweiz Israel. Töchter-Pensionat | SEVIGNE Mmes. M. Bloch, officier d'Academie und B. Bloch Pensionärinnen während Sommerauf- enthalt in den Alpen aufgenommen JOHANNA ABELES & SOHN MIEDERSPEZI ALTTÄTEN WIEN, L, ROTENTURMSTRÄSS iE 23 Bei der Familie eines Wiener Gymnastalttrofeano w, ein einziges Kind (Mädchen) im Hause, findet eine Mittelschülerin aas guter jüdischer Familie ganze Pension und Unterzieht in sämtlichen Mittelschulfächern, Hebräisch u. Klavier. Gefl. Anträge unter „Familienanschluß" an die Verwaltung der .Menorah', Wien, L, Zelinkagasse 13. im Eisenbahnwagen saß und mir alle Erleichterungen verschaffte, die er ersinnen konnte. Er half seinem älteren Bruder und den drei jüngeren, er half allen Schwestern. Es würde ein Buch für sich füllen, zählte ich all die Dienste auf, die er der Familie geleistet hat. Gewiß sind auch andere Geschwister hilfreich und gut, aber einen Menschen wie Moritz, der immer bereit war, jedem einzelnen der zahlreichen Familie weit über das gewöhnliche Maß hinaus zu helfen, bin ich weder im Leben noch in Büchern wieder begegnet. Mutter betrachtete ihn auch als ihren Hausminister und wendete sich in allen wichtigen Angelegenheilen an ihn; sie konnte einfach nichts unternehmen, ohne ihn vorher zu Rate zu ziehen — so hat er ihr dreißig Jahre lang die treuesten Sohnesdienste geleistet. Einige Briefe Mutters an Moritz werden am deutlichsten zeigen, wes Geistes Kind er ist und was er unserer Mutter gewesen ist. (Fortsetzung folgt.) Samsonschule in Wolfenbüttel staatlich anerkannte Realschule mit Schülerheim (gegründet 1786) * Kleine Klassen Rituelle Verpflegung Angesehene israelitische Familie (nicht rituell) in Wiesbaden nimmt mehrere junge Ppmci/vm MSdchen aus gutem Hause in * CU»IÜII zwecks gründlicher hrlernung des Haushaltes, wissenschaflicher und gesellschaft'icher Fortbildung. Erstklassiger englisch-französ scher Un'errichr. — Frau Emmy Wolfsohn, Wiesbaden, Deutschland, Uhlandstrabe 16 ^jrilBfjlllflllfllllllllllllllllllltllltltltllllllllllllllllllllllllllllllflllfltllllltftlllllllllllllllIIBIllllIllIltllttllltC^ I Lausanne (Suisse) f | Isra< 1. Töchter-Pensionat | 1 Levy Hauser Av. Rambert | §7filtttiftlllllliIJt^lirttiilii iirtitiiifiiiilillilJifiltlllllllJlilIllIltllllfJlflliiillilllllllllllllllllltlllllllllltllti*?^ Herausgeber Dr. Norbert Hoffmann, Eigentümer und Verleger Habrith-Verlagsgesellschaft m. b. H., sämtlich Wien, I., Zelinkagasse 13. Verantwortlicher Redakteur Friedrich Matzner, Wien, IV., Rainergasse 25. Druck der Waldheim-Eberle A. G. (verantwortl.: Karl Wieland), Wien, VII., Seidengasse 3—11.