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Menorah · 1927-03-01 · Heft 3 (März 1927) · p. Seite 152

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Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 3 (März 1927)
Article
Die "Judenpresse" in Wien 1848
Date
1927-03-01
Page
Seite 152 (sequence 10)
Language
German
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152 MENORAH ,Schmach des Jahrhunderts4, führte in seinem Journal »Schild und Schwert' eine ständige Rubrik ,Judenkontrolle', in welcher unaufhörlich das Hepp-Hepp erscholl und alles Unglück des Vaterlandes, vor allem aber die Schuld der unheilvollen Revolution auf die Juden geschoben wurde24)." — Hier haben wir die Antithese zur beliebten These von der jüdischen Schandpresse des Jahres 1848. Außerdem gab es noch eine Unzahl von nichtjüdischen Blättchen, deren Grundrichtung nicht gerade antisemitisch war, die aber ihren Geifer nach allen Richtungen hin verspritzten. Es war ein wahrer Hexensabbat unstet herumtanzender Zeitungsirrwische. Singende Juden Italienische Masken aus der Sammlung Albert Köster (Zu „Jüdische Spiele") *) Siehe auch „Menorah", IV.Jahrgang, Grunwald: Die Wiener Juden 1826—1926, 134 ff. la) Reschauer H.-Smets M., Das Jahr 1848, Wien 1872, p. 538. 2) Sonntagsblätter, p. 127. 8) Sonntagsbiätter, p. 207. 4) Sonntagsblätter, p. 257. 5) Smets, p. 540. 6) Mayer Siegmund, Die Wr. Juden 1700—1900, Wien 1917, pp. 314, 315. 7) Smets,, p. 166. 8) S. Mayer, p. 316. 9) Smets. p. 166. 10) Smets, p. 541. n) Smets, p. 140. 12) Zenker E. V., Gesch. der Wr. Journalistik während 1848, Wien 1893, p. 55. 13) Charmatz Richard, Adolf Fischhof, Stuttgart 1910, p. 39. u) Smets, p. 541. 14 a) Dr. J. Becher und Dr. Hermann Jellinek wurden gemeinsam mit dem Kommandanten der Nationalgarde Wenzel Messenhauser nach der Niederwerfung der Oktoberrevolution und der Einnahme Wiens durch die kaiserlichen Truppen verhaftet, von einem Kriegsgericht zu Tode verurteilt und am 23. November 1848 erschossen. In seiner Verantwortung vor dem Kriegsgerichte gab Jellinek an, daß er an der Bewegung der Oktobertage praktisch nicht mitgewirkt und sich lediglich auf die publizistische Tätigkeit im „Radikalen" beschränkt habe. Sein Tod dürfte aber höheren Ortes beschlossen worden sein. Man versuchte nämlich an Vertretern der drei Konfessionen gleichzeitig ein Exempel zu statuieren. Messenhauser war Katholik, Dr. Becher Protestant, also mußte auch ein jüdisches Opfer fallen (Dr. M. Rosenmann: Dr. Hermann Jellinek, „Die Wahrheit", Nr. 5, Jahrgang 1927). 15) Studentencourier, p. 376. 16) Smets, p. 541. 17) Mayer, p. 315. 18) Srbik H„ R. v., Die Wr. Rev. 1848 in sozialgesch. Beleuchtg. (In Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebg., 43. Jahrgang, 3. Heft, p. 55). 19) Smets, p. 542. 20) Smets.p. 542. 21) Mayer, p. 319. aa) Zenker, p. 81. 23) Smets, p. 542. 24j Zenker, p. 131.

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