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Menorah · 1927-02-01 · Heft 2 (Februar 1927) · p. 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 2 (Februar 1927)
Article
Eine illustrierte deutsche Machsorhandschrift in Breslau
Date
1927-02-01
Page
85 (sequence 1)
Language
German
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M ENORAH Eine illustrierte deutsche Machsorhandschrift in Breslau Von Dr. Martin Plessner on allen Spezialgebieten jüdischer Wissenschaft wird die Ge- 7 schichte der jüdischen Kunst noch immer am stiefmütterlichsten behandelt. Zwar gibt es heute nicht nur Kunstfreunde, die ihren Sammeleifer speziell Gegenständen des jüdischen Rituals zuwenden; auch Gelehrte von Rang bemühen sich um Sichtung und Verarbeitung des vorhandenen Materials. Im allgemeinen geht aber die Wissenschaft des Judentums an diesen Bemühungen achtlos vorüber; und noch immer fehlt die Geschichte der jüdischen Kunst, die als erster, wenn auch noch so unzulänglicher Versuch gerade wegen ihrer Unzulänglichkeit den Anstoß zu eindringender Einzelforschung geben und so die Arbeit auf einem Gebiet in Gang bringen könnte, das bei den heutigen Möglichkeiten der Erschließung des Materials ein ganz anderes Interesse verdient, als ihm zurzeit entgegengebracht wird. Die Forschung hat hier mit Monographien begonnen; und solche sind nur in den seltensten Fällen geeignet, erstmals eine kontinuierliche Arbeit anzuregen. Auch gegenwärtiger Beitrag ist nur monographisch; und wenn er überhaupt veröffentlicht wird, so geschieht dies in der Absicht, dem künftigen Geschichtsschreiber der jüdischen Kunst zu einer möglichst umfassenden Kenntnis des erreichbaren Materials eine Vorarbeit abzunehmen. Auf dem Gebiete der jüdischen Handschriftenillustration gehen die Arbeiten allerdings bereits über Monographien hinaus. Schon David Kaufmann hat es unternommen, einen Überblick über die erhaltenen Kunstwerke dieser Gattung zu versuchen und zugleich Nachrichten über die Illustratoren und ihre Tätigkeit zu sammeln1). Aber sein Aufsatz, ein Anhang zu einer Monographie2), hat die Forschung nicht in dem Maße anzuregen vermocht, wie es eben nur selbständige Bücher können. Dazu kommt, daß es bei dem Stande der Handschriftenkataloge und sonstigen Hilfsmittel eine Vermessenheit gewesen wäre, Vollständigkeit auch nur erstreben zu wollen, was V. JAHRGANG FEBRUAR 1927 NUMMER 2

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