Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1927)
- Article
- Kunterbunt vom Büchertisch [Rezension]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2912821-2912866-2912868-2918877--04316-2919003- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
BIBLIOGRAPHIE weiße, braune Menschen wirbeln durcheinander. Er weiß um ihre Freuden, ihre Nöte und Sünden. Wundervoll plastisch ersieht auch die Landschaft vor uns: Wüste. Oase. Steppe und Meer. Von alledem erzählt Duhamel. Und er erzählt geistvoll, oft witzig, ungemein beweglich und immer mit einer spürbaren, bald leiseren, bald deutlicheren Ironie. Er sagt nie alles. Er hält es mit Ifadsch Cheriff, dem Dichter in seinem Buche, der gerade darum so reizvoll erzählt, weil er manches verschweigt, erraten läßt. .,DAS HEILIGE LAND" zeigt ein unter diesem Titel soeben erschienener, von S v c n 11 cd in ausführlich eingeleiteter Bilderband ClOO Bilder. Verlag Meyer & Jessen. München). der die Volksausgabe des Bilderwerkes ^Palästina" darstellt und für den geringen Preis von 12 Mark (Halbleinenband) eine umfassende Kenntnis des ganzen Landes und seiner Bewohner —■ in historischer, geographischer und kultureller Hinsicht — vermittelt. Die Bilderausstatlung dieser „Volksausgabe" unterscheidet sich weder an Umfang noch an Güte von der des großen, bekannten Palästina- Werkes. Jylitteilungen der Redaktion Berichtigung zu Nr. 12, IV. Jahrgang, Seile 715: Das Buch von PAUL MÜHSAM: „Gespräche mit Gott", ist im Verlage Fr. Wilhelm Grunow, Leipzig, erschienen. H= Der Name des Einsenders unserer in lieft 12, IV. Jahrgang. vcrölTenllichten Preiserzählung: ..Der Fabriksbesitzer und sein Sohn" laulel richtig Gideon May, nicht, wie angegeben. Mary Gideon. Für unsere Kleinen EINE EDLE TAT Der Talmud erzählt (Sabb. 156 b): R. Samuel saß eines Tages im Gespräch mit dem nichtjüflischen Slernseher Ablat. Da sahen sie einen Mann, der ins Feld hinausging. ..Dieser Mensch", sagte Ablat, „wird nicht mehr lebend heimkehren; ein Schlangenbiß wird ihn löten." „Wenn es ein Israelit ist." erwiderte R. Samuel, „so wird er trotz deiner Voraussage am Leben bleiben: denn die Gestirne haben über uns keine Gewalt; unser Schicksal regiert nur Gott allein." Nach einiger Zeit kehrte der Mann zurück und legte die Holzlasl, die er auf dem Rücken halle, ab. Da fand sich zwischen den Reisigsläben eine in zwei Teile zerschnittene Schlange. Der Mann war sehr überrascht, denn er wußte nichts davon. Aber seine Freude war groß. „Guter Freund." sprach R. Samuel tief ergriffen. ..du bist durch ein Wunder dem Tode entronnen; das ist kein Zufall, sondern du mußt ein gottgefälliges Werk vollbracht haben. Nenne es uns!" Da sprach der Mann: „Vielleicht war mein heuliges Verhalten gottgefällig. Wir sind nämlich unser sieben, die täglich ihr Brot zusammentun — einer mehr, einer weniger — und verzehren es dann gemeinschaftlich. Heute» war die Reihe einzusammeln an mir. und ich bemerkte, daß einer in seinein Körbchen kein Brot hatte. Um ihm die Verlegenheit zu ersparen, schob ich ihm heimlich — daß er es nicht merkte —- ein Stück Brot ins Körbchen und tat so, als halle ich auch von ihm Brot bekommen." Da rief R. Samuel aus: „Fürwahr eine edle, gottgefällige Tat. und Gott hat sie belohnt!" Aus: Bernhard Kullner: Jüdische Sagen und Legenden. J. KaufTmann Verlag, Frankfurt a. M. Kann & Fried jetzt, Infolge vorgeschrittener Saison, hochfeine Herrenu. Damenstoffe, Mantelvelours, Seidenstoffe u. Futterwaren bei flfJlZBilB 40, 'llD HOfB