Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1926)
- Article
- Der Traumsiedler
- Date
- 1926-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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e. A^cui-^? Von ILLfiS KACZfiR Aus dem Ungarischen übersetzt von Andreas Gasper und Hermann Glaser Copyright 1925 by Illes Kaczer, Bratislava — Nachdruck verboten 15. GROSSVÄTERCHEN BEGINNT ES (Schluß) Tel-Ghalom, Ernte. Es war gut so, als ich das Saatkorn ausgestreut hatte: die reife Saat ist so dicht, daß kein Mäuschen sie durchdringen könnte. Und das Wasser, das sie dann überschüttete, kam wie gewünscht. So gehört es sich, sagt Soliman der Mäkler; aber ich habe es irgendwie auch gewußt. Ich versuchte es wohl, einen Teil trocken reifen zu lassen, aber es mißlang. Das Korn welkte und wurde schier versengt. Die Gerste geht noch an. Die Gerste bedarf der Sonne und eines trockenen Bodens. Aber der Reis braucht Wasser. Das alles habe ich ja gewußt... einmal, vielleicht vor zweitausend Jahren... oder noch früher... nur hatte ich es vergessen. Jetzt weiß ich es wieder! Nächstes Jahr leite ich das Wasser selbst zum Feld. Ich schleife die Sense. Schon dreimal habe ich dies getan. Aber sooft ich sie schwingen möchte, halte ich inne. Weiß Gott, mir ist leid um die Saat. Vernichte ich nicht ein Leben, wenn ich sie abmähe? Plötzlich erscheint mir das grausige Bild des Knochenmannes mit der Sense. Ein gesunder Bauer denkt vielleicht nie daran, doch in mir lebt noch der Städter, ich bin noch kein echter Bauer. Ich hämmere an der Sense und schleife sie zum viertenmal. Aber wieder das Bild von vorhin. Iljitschka ließ uns sagen, daß er dieser Tage zurückkommt. .. ich ließ ihn jedoch nicht wissen, daß wir ihn dringend brauchen. Dieser