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Menorah · 1926-12-01 · Heft 12 (Dezember 1926) · p. Seite 678

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 12 (Dezember 1926)
Article
Chanukahspiele der Jugend
Date
1926-12-01
Page
Seite 678 (sequence 8)
Language
German
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678 MENORAH das Seelische und endlich H (Hakol) das All. Im Dreidel erscheint also das Körperliche, Intelligible und Seelische in dem Alleinen vereint und geläutert als Ideal und Symbol der Zeit des Messias. In bezug auf das jüdische Volk im besonderen bedeutet die Achse des Dreidels Israel, die vier die Achse umgebenden Wände des Dreidels bedeuten die vom Gift des Nachasch (das heißt Schlange als altmythische Bezeichnung des Satan), dessen Zahlenwert N. Gh. Sch. 50 + 8 + 300 gleichfalls 358 beträgt, durchsetzten, das jüdische Volk bedrängenden Völker. Durch die Gleichheit des Buchstabenwertes von Maschiach und Nachasch befindet sich der Messias, das ist Erlöser in der Nähe des Israel feindlichen Satans. Wie nun im Dreidel die sonst abstehenden Ecken und Wände sich im Kreislauf mit der Achse vereinen und zu einem abgerundeten Ganzen verschmelzen, ebenso wird zur Zeit des Messias Nachasch- Satan und sein Gift verschwinden und die bis dahin dem Volke Israel feindlichen Völker werden sich mit diesem in Eintracht und Liebe in der wahren Erkenntnis Gottes und in seinem Dienste vereinen. Bei dieser Gelegenheit will ich bemerken, daß das Allerheiligste des ersten Tempels in Form eines Würfels gebaut war. (Reges, I, 6, 20.) Entsprechend der Eigenart des Judentums, den im Volke eingebürgerten Sitten, auch solchen, die ihm von außen zugekommen und nichtjüdischen Ursprunges sind, sein eigenes nationales Gepräge und sittliche Bedeutung zu verleihen, hat die jüdische Mystik auch im Dreidel einen mystisch-messianischen Sinn gesucht und gefunden. Der Graphiker Elias 7*1. Großmann Großmann war ein Kind von kaum 14 Jahren, als er aus dem kleinen, damals russischen Städtchen Kobryn nach New York auswanderte. Nach beendigter Schulzeit kam er in eine Hutfabrik. Abends saß er über seinen Zeichnungen und Studien. Diese ersten Versuche seines Talentes spiegelten sein Milieu — dieEast-end—mit den oft recht sonderbaren Typen des jüdischen Alltags. Förderer seines Talentes ermöglichten ihm, seine Studien in einer jüdischen Kunstschule fortzusetzen. Seine, so ganz auf das Graphische gestellte Begabung fand nach manchen Studien und Versuchen in der Radierung die beste Ausdrucksmöglichkeit. Großmann zeigt schon heute, in den ersten Phasen seiner Entwicklung, eine starke Beherrschung des Technischen, ein liebevolles Versenken in die Psyche seiner Modelle und ein gutes Empfinden für die Stimmungen der Landschaft. Es ist zu erwarten, daß dem jungen Künstler durch seine augenblickliche Studienreise in Europa eine rege Förderung seiner Entwicklung zuteil wird. H.-K.

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