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Menorah · 1926-11-01 · Heft 11 (November 1926) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 11 (November 1926)
Article
Schach [Nachricht] / Reti, Richard
Date
1926-11-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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SCHACH Geleitet von Richard R e t i A 11 s (1 e r S c h a c h w c 1 t Obgleich seit Semmering kein ganz großes internationales Turnier mehr stattfand, waren die letzten Wochen doch so überaus reich an kleinen Schachereignissen internationalen Charakters, daß man daraus allein einen erfreulichen Schluß auf das überall steigende Interesse für unser Spiel ziehen kann. Wir wollen hier das Wichtigste erwähnen. Anschließend an Budapest fand in dem slowakischen Badeorte Bartfeld ein kleineres internationales Meislerlurnier statt. Die beiden ersten Preise teilten der erfahrene „Routinier" Dr. Tartakower — so pflegt er selber gerne sich scherzhaft zu nennen — und der aufstrebende Rigenser Mattison. Dritter wurde Dr. Aszlalos, vierter der Belgier Collc, nur den fünften Preis konnte der Serbe Koslitsch erreichen, von dem man mehr erwartet hätte. Viel schwächer besetzt war das darauffolgende Turnier in Trencsen-Teplitz, in welchem Kostitsch und Gilg die zwei ersten Preise teilten. Etwa zur selben Zeit kamen aus Amerika Berichte über ein doppelrundiges Fünfnieisterturnier in dem Badeorte Lake Ilopatcong. Obgleich noch zwei andere Großmeister, Maroczy und Marshall, teilnahmen, konnte der Weltmeister Gapablanca in sicherer Weise ohne Verlustparlie den ersten Preis gewinnen. Noch vor einem Jahre wäre dieses Resultat selbstverständlich gewesen, aber nach seinem weniger guten Abschneiden in Moskau bedeutet dieses Resultat doch eine Stärkung der Stellung des Weltmeisters. Das relativ bedeutendste Ereignis dieses Zeitabschnittes war schließlich das im September in Hannover stattfindende Meislerturnier, in dem Nimzowitsch mit. 6X> Punkten aus sieben Partien Erster, Ruhinslein mit 6 Punkten Zweiler wurde. Dieses Resultat hatte zur Folge, daß Nimzowitsch Gapablanca zu einem Match um die Weltmeisterschaft herausforderte. Da wenige Tage darauf auch von Aljechin, der sich gegenwärtig in Buenos Aires aufhält und dort die nötige finanzielle Rückendeckung gefunden zu haben scheint, eine solche Herausforderung an Gapablanca ergangen ist, ist zu hoffen, daß die Wellmeislerschaflsfrage nun wieder in ein akutes Stadium treten wird. A u s d e m T u rnier zu Lake Hopatcong Weiß: Kupschik. Schwarz: Gapablanca. 1. d2 — d4 Sg8 -- f 6 o. Sgl — f3 e 7 e 6 3. e 2 — e3 b7 — b(> 4. Lf 1 — d .°» Lc8 — b7 5. 0 o Darauf lenkt Gapablanca nachträglich in die holländische Verteidigung ein. Dieses Verfahren ist nicht eben besonders zu fürchten, wird aber vom Weltmeister öfters mit viel Geschick angewendet. Daher hätte Weiß subjektiv klug gehandelt, dies durch 5. Sbl—d2 zu verhindern. 6. S b 1 — d 2 Sf6 —e4 Die Eröffnung ist im allgemeinen der Kampf um die Vorherrschaft im Zentrum. Energischer hätte Weiß diesen Kampf mit 6. c2—c4 nebst Sbl— c3 geführt. 6. . . 7. c2 f7 — f 5 c3 Auch hier war c2—c4 energischer. . . . Lf8 — e7 7. . . . 8. Ddl Die Dame würde besser auf e2 stehen. Weiß will jedoch d7—d5 erzwingen, um mit Sf3—eo nebst 1*2—f3 fortzusetzen. 8...... 9. Sf3 —e5 10. f 2 — 1" 3 11. Lcl>(d2 12. Se5Xd7 d 7 — d f) 0 — 0 S e 4 X d 2 S b 8 — d 7

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