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Menorah · 1926-11-01 · Heft 11 (November 1926) · p. Seite 622

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 11 (November 1926)
Article
Die Hierosolymitanische Stiftung [Illustration]
Date
1926-11-01
Page
Seite 622 (sequence 12)
Language
German
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622 MENORAH palästinensischen Juden erhalten werden, „indem in allen Pohlnischen und Teutschen Synagogen gleich zur rechten Hand der Thür pflegt in der Wand ein Loch oder Kästgen zu seyn, wie auch allhier zu Franckfurt worüber das Wort Jerusalem stehet, darinnen die Almosen für die Armen zu Jerusalem geworfen werden, davon schreibt der italianische Jude Simon Luzzatto „Discorso il stato de gl'hebrei considerat 18. Ins gelobte Land und sonderlich nach Jerusalem ziehet jährlich eine grosse Anzahl Juden aus allen Völckern der Welt, ja es wird auch eine sehr grosse Summa Geldes die Armen zu erhalten und die hohen Schulen zu versorgen dahin Übermacht; in Zurückbleibung dieser jährlichen Allmosen würden sie miserabel daselbst seyn". (Johann Jakob Schudt, Jüdische Merkwürdigkeiten, Frankfurt 1714, 1. Buch, S.76, 77.) *) Es ist nicht ausgeschlossen, daß er mit Eisik Jeruschalmi, der am 13. April 1727 in Eisenstadt gestorben ist, identisch sein kann. Siehe Dr. B. Wachstein: Grabinschriften des alten Jüdenfriedhofes in Eisenstadt, Wien 1922, S. 22, Nr. 89, ebenso seine Urkunden zur Geschichte der Juden in Eisenstadt, Wien 1926, S. 549. fi) Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten die Frankfurter Juden ein besonderes Interesse für Palästina. Um das Jahr 1710—1712 standen einige Frankfurter Juden in engster Verbindung mit dem Grafen Langallerie, der ihnen ein Judenstaatsprojekt vorlegte. Näheres darüber in meiner demnächst erscheinenden Studie über Langallerie.G) Dr. Taglicht, Nachlässe, S. 107. T) Wiener Staatsarchiv, Turcica, Fasz. 94, Relation vom 4. Juli 1728. 8) W. St. A., Turcica, Fasz. 94, e. a. 1728, Dirlings Bericht Nr. 31 vom 12. Juli 1728. 9) Wolf Wertheimers Brief an seinen Schwager Rabbiner Moses vom 12. Tischri 1729, jiddischdeutsch abgedruckt in M. Lunz, Jerusalem, Jahrg. 4, 1892, S. 40—50. 10) Noch als Sekretär für orientalische Sprachen hatte Thalman die Briefe Wertheimers und anderer Juden, die dem Hofkriegs-Rat zur Expedition an Dirling und nach Jerusalem übergeben wurden, erbrochen und genau untersucht, „weilen die Türcken öfters der Juden zu Kundschafter und Spione sich gebrauchen" (Thalmans Bericht an den Hofkriegs-Rat vom 14. Juli 1728, W. St. A., Turcica, Fasz. 94). n) Siehe über ihn die in hebräischer Sprache erschienene Monographie von Doktor Lewisohn im Rimon-Verlag. Berlin 1925. 12) Wolf Wertheimers Testament, abgedruckt in den Mitteilungen für jüdische Volkskunde, herausgegeben von Dr. M. Grunwald, Wien 1914, Heft 50, S. 55. ls) Von einem Stiftungskapital kann hier, wie es Kaufmann, Lunz und viele andere benennen, kaum die Rede sein, da es sich durchwegs um gesammelte, aber keine von Wertheimer gestifteten Beträge handelt. Er allein hatte nur die Spende der Gemeinde Frankfurt ersetzt. u) W. St. A., F. 28, Fremde Kirchen; Fasz. 3, Memoire über die sogenannte hierosolymitanische Judenstiftung betreffend (Mappe Juden: Hierosolymitenstiftung). 15) Wr. St. A., Notiz über hierosolymitanische Judenstiftung, e. a. 1846, F. 28. Fasz. 3. Die bisher von einzelnen Historikern vertretene Ansicht, daß der Stiftsbrief erst am 8. August 1808 gefertigt wurde, ist falsch. Die Stiftungsurkunde wurde schon im Jahre 1801 gefertigt und im Jahre 1808 nur „in Copie" erneuert. G. Wolf erwähnt in seiner „Geschichte der Juden in Wien" (Wien 1876, S. 146), daß Wolf Wertheimer im Jahre 1808 gestorben ist und bringt dies mit dem Datum des Stiftsbriefes in Zusammenhang, was natürlich falsch ist, da Wertheimer im Jahre 1765 auf einer Reise in München gestorben ist (D. Kaufmann, Samson Wertheimer und seine Kinder, S. 84). 16) Der Gesamtbetrag war in nachstehenden Papieren angelegt: In drei Stück 5%igen Banko-Obligationen vom 27. Februar 1801 und 3. März 1801 im Betrage von fl. 29.250; drei Stück 4%ige mährisch-ständische Pamatka im Betrage von fl. 6687*30; drei Stück 4%ige Hofkammer-Obligationen im Gesamtbetrage von fl. 13.400, dann eine 31/2%ige Hofkammer-Obligation von fl. 4320. Zusammen fl. 53.657 kr. 30. 17) Nach den im Wiener Staatsarchiv vorliegenden Berichtender österreichischen Konsuln in Jerusalem wurden ausbezahlt in den Jahren: 1841—1849 fl. 3765 kr. 14; 1850—1860 fl. 6616 kr. 15; 1861—1872 fl. 7910 kr. 76. 18) W. St. A., Notiz über hierosolymitanische Stiftung, e. a. 1846, in Fremde Kirchen, F. 28, Fasz. 3. 19) W. St. A., Zuschrift vom 2. Jänner 1843, F. 28, Fasz. 3. 20) Die Geschichte der Stiftung seit 1895 schildern wir nach den Akten des Stiftungsamtes der Wiener isr. Kultusgemeinde. An dieser Stelle danken wir dessen Leiter Herrn Dr. Stern, der uns entgegenkommend die Akten zur Verfügung stellte«

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