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Menorah · 1926-10-01 · Inhalt · p. Seite 604

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Inhalt
Article
Spiegel eines Thoravorhanges [Illustration]
Date
1926-10-01
Page
Seite 604 (sequence 5)
Language
German
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604 MENORAH Auslagen und Bestrafung wegen der Gefährdung eines Menschenlebens. Hr. Ascher, iin Dienste des Lex in Hersielt, erklärt, die dortige Gemeinde habe ihre Vertretung seinem Herrn übertragen, doch könne dieser wegen einer Erkrankung nicht zum Termin erscheinen, er bittet um Abschrift des Protokolls. Urteil: Wird bewilligt. Binnen 2 Wochen soll er die Verteidigung schriftlich oder mündlich anbringen. Warburg, den 28. Nissan 5564 [1804k (Erschienen ist vor mir der junge Herr Juzpa. Der Hersteller Verteidigung), daß sie vorgeben, der (Bettler) hätte das Bein unterwegs gebrochen, (ist unhaltbar). Es geschah vielmehr in Herstell, als er im Begriff war, aufs Schiff zu gehen. (Auch wußten sie, daß er mittellos war), da sie dem Arzt den ersten Verband und (gleichfalls den Schiffslohn) bezahlt haben. Er bestehe daher auf seiner ersten Klage und berufe sich auf die Verordnung, daß man einen kranken Armen nicht von Ort zu Ort schicken dürfe. Die Hersteller sollen binnen 14 Tagen erwidern. Der dortige Lehrer hat dieses dem Beklagten vorzuzeigen und dem Kläger zu bescheinigen. Warburg, 11. Sivan 5564. Urteil. Herrn Auschet bezw. der Gemeinde Bevrungen wird [hiermit] aufgetragen, anzugeben, auf Grund welches Rechtes oder welcher Verordnung sie vermeinen, (daß in solchem Falle die Auslagen zurückerslaltet werden müssen, so auch nachzuwcisen, dass die Hersteller den Kranken ihnen geschickt haben). X 9. Aus dem Wirtschaftsbuch des Rabbiners 5532 [1772]. U. a.: 2 Bettler nach Masfeld 24 Gr. — Desgl. nach Tirf 30 Gr. — 1 Blinden nach Almen 3 Gr. — 1 blinden Pollak mit 1 Pferd nach Almen 9 Gr. — 1 „Ger“ nach Stattberg usw. Zu unseren Bildern ,* SCHNORRER. Über den Gegenstand vorgl. Szanto in Werlheimers Jahrbuch VII, S. 29, A. Wolf in unseren Mitteilungen XXVII, Hell 3 fg., in einem alten Jahrgang der „Gartenlaube“, dem auch unser Bild „Poln. Schnorrer“ entnommen ist, Jew. Euc. s. v. „Schnorrer“, Gronemanns „Tohu Wabohu“, Zangwills „Der König der Schnorrer“, ganz besonders Speklors „Der Streik der Schnorrer“, ferner Oppenheims „Bilder aus dem jüdischen Familienleben“, vorstehenden Beitrag „Altjüd. Gemeindeleben“ und den Aufsatz „Die Schnorrer“ in: G. L. Weisel, „Aus dem Neumarker Landestor“, herausgegeben von J. Blau, S. 173 IV. (soeben als 17. Band der Beiträge zur sudelendeulschen Volkskunde, Reichenberg bei Franz Kraus erschienen; enthält die Lebensbeschreibung des aus den „Sippurim“ bekannten Verfassers, einige Beiträge zur Volkskunde und Geschichte der Sudetendeutschen sowie in einem Anhänge u. a. „Die Jeschiboth“, „Bella Ella“, „Die Prager Juden, wie sie leben“, „Der Rabbi Jonlev- Puriin“) und die „Flatower Nomaden“. KÖNIG KASIMIR D. GR. Kasimirs bekannte, auch hier bewährte Juden Freundlichkeit ist weit älter als die Erhebung Eslerkas, der schönen Jüdin von Opoczno, zur polnischen Königin, an die sich manche Sage knüpft. Ihre Tochter wurde im Judentum erzogen. Gleichzeitig mit Estcrka trug eine andere Tochter des jüdischen Stammes eine Königskrone, Theodora (deren Bild nebenstehend). Andere jüdische Königinnen, außer den aus dem Alterlume bekannten, waren die Frauen der jüdischen Chasarenkönige, die von ihnen ahslammende Kaiserin Irene von Byzanz, die Frauen der Bagraliden, der jüdischen Könige Armeniens und Georgiens, sowie die der jüdischen Herrscher Arabiens. Die jüdische Fellahkönigin Judith erhob das Judentum in Abessinien zur Staalsreligion. Im 7. Jahrhundert leitete eine Jüdin, die „Kahina“, als Königin der Djarona, eines Berberstammes, heldenmütig die Vertcidi-

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