Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 9 (September 1926)
- Article
- Schach [Nachricht] / Reti, Richard
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 542 (sequence 2)
- Language
- German
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542 M E N O R A Ii 29...... Ld4Xf2? 30. Lg3 X f2 Td3 X dl 31. Lf2 — h4 ..... Damit opfert Weiß die Qualität, um auf Grund seines starken Freibauern Gegenspiel zu erhalten. Mit 31) D X d l oder auch 31) LXca würde Weiß nur einen Bauern verlieren, sein Spiel wäre aber, da Schwarz überdies noch Angriff hätte, völlig aussichtslos. 31...... Dez-cd 32. De2 X d 1 l)e(> ' c4 33. Dd 1 d6 ..... Der weiße Freibauer sieht nun sehr bedrohlich aus. Spielmann nimmt daher die Gelegenheit wahr, durch ein Damenopfer ein Endspiel herbeizuführen, in welchem er mit Turm, Läufer und zwei Bauern gegen die Dame klaren Vorteil hat. 33. T f 8 fl! 34. e5 — el> Dc4 X h4 35. e(5 — e7 Dh4 X h5 36. Dd6 — d8 Lh7 —- g8 37. e 7 — e 8 B Dhö X e8 38. Dd8 X e8 v 5 c 4 39. g2 -g* Weiß spielt darauf, mit g4 — g5 zur LinienölTnung gegen den schwarzen König zu gelangen, um so mit ewigen Schach zu drohen. Viel besser war es jedoch vor allem mit 39) De3 weiteres Vorrücken des schwarzen Freibauern zu verhindern. 39 c 4_c 3 * 40.' Dc8 —*c8 Tf 1 — f3 Auf den ersten Blick sieht Tel nebst c 3 — c2 mit der Drohung Tel — al sehr stark aus. Weiß würde jedoch 40)...... Tel mit 41) g 5, c 2 42) gXh beantworten und Remis durch ewiges Schach erreichen. 41. g4-g5 ..... Viel besser war es, den Bauern nicht zu opfern, sondern erst den vorbereitenden Zug h 3 — Ii 4 zu machen. 41...... hßXgo 42. Kh2 — g2 ..... Danach wird der schwarze Gewinn sehr leicht. Viel besser war 42) De8 (Remis-Drohung), worauf Schwarz am besten Tf6 antwortet und sich nach 43) De8, um vorwärtszukommen, schließlich zur Transaktion entschließen wird müssen, den Bauern c3 für den Bauern a2 zu tauschen, worauf der Gewinn jedenfalls noch sehr schwer ist. 42...... Tf3 — d3 43. Dc8 — e8 Td3 — d6 44. De8 — c8 Td6 — d2 -f So gelangt der Freibauer dazu, wieder einen Schritt vorwärts zu machen, Dies wäre, wenn Weiß 42) De8 statt Kg2 gespielt hätte, nicht möglich gewesen. 45. Kg2 - f 3 c3 c2 4(5. K f 3 — e3 ..... Mit 46) De 8 ewiges Schach zu drohen, wäre zwecklos, da Schwarz mit Td8! sofort entscheiden würde. 46...... Td2 -h2 47. h3 h4 ..... Ein letzter Versuch. Wenn der Bauern nimmt, soll Kf4 folgen, worauf der schwarze c-Bauer noch nicht forciert werden kann. 47...... Th2 — h3+ 48. Ke3 — e4? ..... Natürlich mußte Kd4 geschehen, da Schwarz nun mit Th 1 sofort ausmachen könnte*. Spielmann setzt aber so fort, als ob Weiß richtig Kd4 gespielt hätte. 48...... Th3Xh4-f 49. Ke4 -- f5? Th4 — hl aufgegeben. Weiß hätte 49) Ke5 spielen müssen, worauf Tc4 50) Dd7 (droht ewiges Schach) Te4 -H die Partie beendet hätte. Der Weltschachbund. In Budapest fand vom 15. bis 18. Juli der dritte Kongreß des Weltschach bundes (Föderation Internationale des Echecs) statt, der 1924 in Paris gegründet worden war. Er suchte seinem Namen besser gerecht zu werden durch die Aufnahme des deutschen und österreichischen Schachbundes. Leider fehlen noch die Vereinigten Staaten und Rußland. Beschlüsse wurden wenig gefaßt, die meisten Programmpunkte. wie z. B. die Weltmeisterschaftsfrage, Spezialkommissionen zur näheren Beratung überwiesen.