Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 9 (September 1926)
- Article
- Schach [Nachricht] / Reti, Richard
- Date
- 1926-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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SCHACH Geleitet von Richard R e t i Aus dem Semmeringer Turnier. Mit der folgenden Gewinnpartie setzte sich Spielmann an die Spitze, von der er sich nicht mehr verdrangen, ließ. Weiß: Dr. Tarlakower. Schwarz : Spielmann. 1. Sgl - f 3 2. (12 — d4 3. c 2 - c4 4. Lc 1 5. e2 — c3 6. Sb 1 — d2 7. Lg 5 — Ii 4 8. Lf t - (13 9. 0 - 0 d 7 — da Sg8- 16 -ii 7 — e(> Sb8d7 c 7 — c6 Ii 7 h6 Lf8 — e 7 0 — 0 c<5 — c5! Dieser Befreiungszug kann in derartigen Stellungen immer unbedenklich geschehen, wenn Weiß seinen Damenspringer nicht nach c3, sondern nacli d2 entwickelt hat und daher auf d 5 keinen Druck ausübt. 10. Tal — c 1 11. c4Xdo 12. Sf3—e5 b7 e 6; - bft :<i5 Zu scharf gespielt. Nachhaltiger war es, diesen Zug erst vorzubereiten, etwa mit De2 oder mit h3. 12...... Sd7 X e5 13. d4 X eo Sf 6 — g4 Danach darf Weiß nicht die Läufer tauschen, da sonst der Bauer eö verloren ginge. 14. LIi 4 — g3 f 7 — f6 15. e5Xf6 Le7Xf6 16. h2 —h3 ..... Besser war jedenfalls 16) Le2, worauf Schwarz ebenfalls S co hülle antworten müssen und Weiß das folgende Tempo sicherlich zu einem kräftigeren Zuge als h 3 ausgenützt hätte. 16...... 17. Ld 3 —e 2 18. Sei 2 — i:> 19. Le2 X f 3 20. L f 3 X d 5 -f 21. Tc 1 — c4 Sg4 — e 5 Lc8 — f5 Se5 X f3 + Lg7 X b2 Kg8 — h8 Weiß spielt, wie man gleich sehen wird, auf Qualilätsgewinn. Seine Absicht ist jedoch undurchführbar und er gerat allmählich in Posilionsnachleit. Das Beste war es mit 21) L X a8, D X a8! 22) Db3! (die Qualität kann Weiß, wie man sich leicht überzeugt, nicht behaupten) LXcl 23) TXcl ungleiche Läufer herbeizuführen und auf Remis zu spielen. 21. 23. e3 Dd 1 Ta8 LI'5 — 8 Dies ist die Stellung, auf welche Weiß hingespielt hatte. Er dachte durch die doppelte Drohung 24) DXb2 und 24) Lb7 nunmehr in Vorteil zu kommen und hatte den folgenden Rettungszug von Schwarz übersehen. 23. 24. 25. e4 Tf 1 -co - d 1 Dd8 — f 6 D f 6 — d 8 Sehr stark sieht 25) Le 6 aus (gleichzeitiger Angriff auf b2 und c8), da Weiß dann nach Tc6 mit 26) Td l in Vorteil käme, indem er auf Damenzüge mit 27) Ld5, auf 26) ...... Ld4 mit 27) Teil )< d 4 fortfahren würde. In Wahrheit wäre aber 25) Le6 ein Fehler, auf welchen Schwarz mit Ld3! 26) D X b 2, L X f 1 gewinnen würde, da 27) K X f 1 wegen Dd 1 nicht angeht. 26. Ld5 f3 L b 2 d 4 Sehr in Betracht kam hier das Qualitätsopfer auf d4, worauf der weiße Freibauer, von den beiden Läufern unterstützt, sehr stark wird. Vielleicht war dies die beste Methode, um das Spiel ungefähr auszugleichen. D d 8 — e 7 T c 8 e 8 Fe 8 — d8 26...... 27. Lf3 — g4 28. Lg4 — ho 29. Kgl — h2? In der Absicht f2—f4 zu spielen. Doch kommt Schwarz durch den folgenden Zug nunmehr in Materialvorteil. Weiß mußte daher 29) K h 1 ziehen, worauf aber L h 7 — g8 — e6 gefolgt wäre und die schwarzen Bauern am Damenflügel dann auf jeden Fall mobiler und daher stärker sind als die weiße Bauernmasse in der Mitte.