Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 9 (September 1926)
- Article
- Vom neuen Geist der jüdischen Baukunst
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 527 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2912821-2912853-2912862-2918162--03729-2918278- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
GEIST DER JÜD. BAUKUNST 527 Baubetriebes unserer Zeit eine besondere Energiequelle und wird deshalb von allen fortschrittlichen Seiten bei der Lösung lebenswichtiger, aber auch repräsentativer Aufgaben mit Vorliebe genützt, nur von jüdischer Seite nicht. Warum? Vielleicht weil diese Kunst nicht jüdisch ist? Schon die erste der beiden Fragen, die nach dem Charakter der Architektur Strnads, ist, genau genommen, noch nicht beantwortet; denn wir haben bisher nur, um das Interesse auch der Gleichgültigen zu wecken, das vorgebracht, was auf sie wirkt: Tatsachen, die ebensovielen Urteilen verschiedenster fernliegender Kreise gleichkommen. Unser eigenes Urteil steht noch aus, das soll erst die Darstellung von Art und Wesen dieser Kunst bringen. So wird sie auch den Bescheid auf die zweite Frage geben. Denn die Untersuchung des Wesens wird zeigen, daß es der jüdische Geist ist, der hier die neuen Formen baut. Frei von jedem Atavismus — um so lebendiger. Nicht proklamatorisch — desto reiner. Max Eislef Beträum für Männer in der Synagoge zu Ellrich (Prov. Sachsen)