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Menorah · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · p. Seite 433

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 8 (August 1926)
Article
Anteil der Juden an den geographischen Entdeckungen
Date
1926-08-01
Page
Seite 433 (sequence 7)
Language
German
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ANTEIL DER JUDEN AN GEOGR. ENTDECKUNGEN 433 Heimat aus Asien bis nach China bereist hat, die Brücke zu den zahlreichen jüdischen Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts. Eines der Ziele dieser Reisen war Arabien. William GilTord Palgrave, ein Sohn des bekannten Sir Francis P. (Cohen) war der erste Europäer, der den Nedschd besucht hat. Die Beschreibung seiner Reise durch Inner- und Ostarabien ist 1865 erschienen. Auf der Suche nach den zehn Stämmen kam der Missionär Josef Wolf, Sohn eines württembergischen Rabbiners, schon in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts nach Südarabien, wie auch nach Abessinien, Buchara, Balkh und Kabul. Im Jahre 1869 erhielt der bekannte Pariser Semitologe Josef Halevy, der übrigens wie Josef F. Stern auch in Abessinien geforscht hat, vom französischen Unterrichtsministerium den Auftrag, Südarabien zu bereisen, um für das Corpus Inscriptionum Semiticarum Materialien zu beschaffen. Unter den größten ScIiAvierigkeiten gelang es Halevy in das Innere des Landes einzudringen. Er suchte die Marschroute des Aelius Gallus wiederzufinden, jenes römischen Feldherrn, dessen mißglückter Feldzug im Jahre 24 nach der üblichen Zeitrechnung der einzige Versuch geblieben ist, den abendländische Eroberungssucht im Inneren Arabiens bis dahin gewagt hatte. Mit Empfehlungsschreiben des Rabbinats von Sanaa ausgestattet, reiste Halevy in der Tracht eines einheimischen Juden. Es gelang ihm, eine große Anzahl altarabischer Inschriften zu kopieren. Er fand unter anderem die Ruinen der einstigen Residenz des jüdischen himjarischen Königs Dhu Nuwas, der hier ein Jahrhundert vor Mohammed geherrscht hatte. Er entdeckte auch die in den Inschriften so oft erwähnte Stadt der Minäer Jathil. Auf dem Rückwege fand er die Stätte der einstigen Residenz der Königin von Saba. Dem Forscher war an seinen großen Erfolgen nicht reine Freude beschieden. Die Mißgunst eines anderen jüdischen Orientalisten verhinderte die Veröffentlichung der Funde des seither verschiedenen Halevy. Hoff entlich wird diese nunmehr bald erfolgen. Der erste jüdische Reisende seit Halevy, dem die Entdeckung südarabischer Inschriften gelungen ist, war der 25jährige in Schönwald bei Mähr.-Aussee geborene Siegfried Langer. Im Februar 1882 brach er von der Hafenstadt Hodeida in Südarabien nach dem Inneren des Landes auf. Er sammelte eine Anzahl wichtiger Inschriften, wurde aber bald darauf von Eingeborenen ermordet. Auf dem Wiener Zentralfriedhofe*) fand er sein Grab und auf Veranlassung des Hofrates i) Dort auch das Grab des Erfinders des lenkbaren Luftschiffes David Schwarz mit der Inschrift: „Hier ruht Ing. David Schwarz, Erfinder des lenk-

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