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Menorah · 1926-05-01 · Heft 5 (Mai 1926) · p. Seite 272

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 5 (Mai 1926)
Article
Das Synagogenbuch von Auras
Date
1926-05-01
Page
Seite 272 (sequence 2)
Language
German
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272 MENORAH Palme und Kranz reicht, tanzende Masken, Reiter in voller Karriere dahersprengend, Joab dem am Baume hängenden Absalom den Speer ins Herz stoßend, David den Goliath tötend, Beschneidung, Haman den Mordechai durch Susa führend, der Fisch den Jona ausspeiend, Daniel in der Löwengrube, Simson den Löwen zerreißend, Jakob den Menasse und Efrajim segnend, Fahne der Leviten und Musikinstrumente der Priester und Leviten. Die Initialen und manches andere sind in Goldbuchstaben, die verblaßt sind. Am Ende auf Blatt 11 zeichnet der Künstler in hebräischer und deutscher Sprache: p jö^a to* 'ptt dik: tmjfi ~\\xh &tt tTKannS *6w h< ntpyo n*w 5^öfia'3 oroa 'a p'W n dt» avn ro^an oS^m :*«aöyp p*pö oip^b» nmn» :peab mpn Dises buch welches gontras6) betitelt worden enthält unterschidene auserlesene Gesänge und Gebethe so von mir zum nöthige Gebrauch herausgegeben worden. Breslau den lOten July 5) WolfT Jacob von Kempen." « Die Perspektive gelingt dem Zeichner nicht, zum Beispiel beim Palaste des Ahasveros, der mit einem Halbmond geschmückt ist, und auf dem Titelblatte, das in seiner unteren Hälfte t&Hlpft Ty in Gotik und in der Art einer mittelalterlichen deutschen Stadt zur Darstellung bringt. Verfehlt ist auch die Mosesfigur auf dem Titelblatte zur linken Seite, während die rechte Aron, den Hohenpriester, mit Bischofsmütze, Rauchfaß und Brustschild wiedergibt. Das Titelblatt trägt folgende Inschrift: iök notwi h": b"iü rtäh& y-itd nuan vna notw -rnnS : Vod ,wö -nrrnn w ♦Iisos =] p'th pm * A" wö n iw dstik na S'"r S-imdk mö 'yiasrn Die Buchstaben dieser Inschrift sind keinesfalls dieselben wie diejenigen im Buche. Sie müssen einem anderen Schreiber zugewiesen werden, wenn wir nicht annehmen wollen, daß WolfT Jacobs Schrift nach 38 Jahren sich geändert habe. Die später hinzugekommenen Teile des Synagogenbuches enthalten Kranken- und Totengebete, Seelenlisten, zum Beispiel der Breslauer Rabbiner und schlesischen Landrabbiner — als letzten den 1843 verstorbenen R. Salomo Tiktin — und dergleichen; sie bieten nichts Bemerkenswertes. Aus einer späteren Eintragung erfahren wir einiges über das Schicksal des Buches: 5) Freitag, der 23, ^ammus 1765, war aber der 12. Juli! €) Kontres. Die Abschrift ist ohne jede Änderung wiedergegeben.

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