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Menorah · 1926-04-01 · Heft 4 (April 1926) · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 4 (April 1926)
Article
Die Stadt der sieben Tore
Date
1926-04-01
Page
Seite 241 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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DIE STADT DER SIEBEN TORE Sieben Tore hat die Mauer, welche die Allstadt Jerusalem jetzt umgibt. Ihre Namen und die Legenden, die sich um sie ranken, bilden, ein interessantes Kapilel in der Geschiente der heiligen Stadl. Die Mauer selbst wurde von Sultan Suleiman, dem Prächtigen (1536—1539), erbaut. Gegenüber dem heutigen Silzc des Gouvernements, dem deutsch-kaUmsehen Hospiz, befindet sich das Damaskus- Tor, auch Nablus- (weil hier die Straße von Nablus (Sichern) kommend mündet) und von den Arabern Säulen-Tor genannt. Iis vermittelt den Verkehr zwischen der Altstadt und der nördlichen Vorstadt (Meah Shearim, Belli Israel, Ungarische Häuser). Laut einer Inschrift an der Innenfront wurde es vom Sullan Suleiman im Jahre 1537/38 zwischen zwei Türmen erbaut, durch welche die Straße in doppeltem Winkel hindurchgeht. An der Innenfront befinden sich alte, arabische Säulen. Unter den Türmen fand man alle Kammern und die Reste einer aus geränderten Quadern gebauten, wohl aus der Herodianischen Zeil stammenden Mauer. Das Hcrodes-Tor, nach den Blumenornamenleii am Torturm von den Arabern Bab-ez-Zahire, B 1 u m eu-Tor, genannt, befindet sich in der Nähe der angeblichen Jeremias-Grotte und stammt aus dem 10. Jahrhunderl. Dieses einfache Tor war bis zum Ende des vorigen Jahrhunderls durch eiserne Türen geschlossen und fast ganz mit Schult verdeckt. Auch das L övcn-Tor hnl mehrere Namen. Die Araber nennen es „Bab-el-Isbat" (Tor der Stämme), die eingeborenen Christen, wegen der Nähe der Marien-Gräber, ,,Bab Sitti Mirjam" (Tor der Frau Mirjam). Dieses Tor ist, laut einer Inschrift, kaum 400 Jahre all. Im Volke wird erzählt, daß die vier Löwen in Relief vom Palaste der Hasmonäer (?) stammen. Vom Kidron-Tale sieht man oben an der Nordseite des Morili-Berges ein vermauertes DAMASKUS-TOR

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