Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1926-04-01 · Heft 4 (April 1926) · p. Seite 218

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 4 (April 1926)
Article
Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Palästina und der orientalischen Diaspora im 2. bis 6. Jahrhundert der christlichen Ära
Date
1926-04-01
Page
Seite 218 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2912821-2912853-2912858-2917296--03045-2917402
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

218 MENORAH wurde die Kopfsteuer (Keraga) und die Grundsteuer (Taska) erhoben, und überdies zuweilen eine Naturalsteuer für den Unterhalt des Heeres, die auch durch Stellung von Arbeitskräften geleistet werden konnte. Darüber hinaus belegten beide Länder die auf dem Land- und Wasserwege eingeführten Waren mit Zoll. Die unmittelbar mit den Zahlern in Berührung kommenden Zoll- und Steuerpächter, die, um die dem Staate geleisteten Pachtsummen mit Wucherzinsen wieder einzubringen, den Zahlungspflichtigen mit dem Beistand der lokalen Behörden hart zusetzten, waren bei den ärmeren Klassen der Bevölkerung ganz besonders verhaßt25). Trotz der Mannigfaltigkeit der den Juden offenstehenden Berufsarten gab es jedoch eine Bevölkerungsschicht, die gar keinen Erwerb hatte. Diese Verelendung war die Folge des unzulänglichen Landbesitzes und der drückenden Steuerlasten und wurde manchmal durch politische Krisen und durch Kriegswirren, während deren das Land der Verwüstung anheimfiel und ein Teil der Bevölkerung aus seinem wirtschaftlichen Geleise herausgeschleudert wurde, noch verschärft. So war denn die Zahl der Armen und Bettler, die ihren Rundgang durch die Stadt machten (Anni ha'mechaser al ha'petachim) nicht unbeträchtlich; für ihren Unterhalt sorgte freilich die jüdische Gemeinde als solche wie auch jedes einzelne ihrer Mitglieder. 2Ö) Midrasch Rabba Wa'jikra, 23, 5; Echa, 3, 7; Baba-Bathra, 8 a; Sanhedrin, 26 a; Baba-Mezia, 39 b, 0>9 a, 73 a, 78 b, 108 b und sonst. SEDERABEMD Alte wundersame Lieder, Lust- und leidgetränkt, Gleiten wie auf Schwingen nieder Wenn die Nacht sich senkt — — Frühlingsträume hoch sich ranken Uber Zeit und Raum — — Und es fallen tausend Schranken Und du merkst es kaum-- Wenn die Nacht im Sternenkleide Tritt in „Jakobs Zelt" — Und ein Funke Himmelsfreude Still dein Haus erhellt . . . Und du spürst, aus Zeitenschlünden Ringt sich los ein Föhn — Und er trägt ein großes Künden Uber Sonnenhöh'n — — — Und du hörst die Zeder rauschen Ferne, wie im Traum — Und du neigst dich, um zu lauschen Und — du merkst es kaum ... EL La dier

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.