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Menorah · 1926-03-01 · Heft 3 (März 1926) · p. Seite 172

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 3 (März 1926)
Article
Hundert Jahre sakraler Kunst im Wiener Stadttempel
Date
1926-03-01
Page
Seite 172 (sequence 8)
Language
German
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172 M K NOR A II wiedergegebene Menorah für Chanukka aus dem Jahre 1846. die als eine schöne Wiener Arheit jener Zeil gellen darf. Sie isl durch den Meister I. V. Klinkosch geschaiVen worden, neben welchem auch die Meisler Bannert, Thomas Dub, Thomas Scheidet. Christian Sanders und andere für die Ausschmückung des jüdischen Gotteshauses mit Silberzierat gearbeitet haben dürften. Die Ateliers Heiners Erben und V. Mayers Söhne haben sich gleichfalls daran beteiligt, den Tempelschatz mit ihrer Arbeit zu bereichern. Läßt man am Ende den Wiener Sladliempel. dieses kleinste aller Großstadtgotteshäuser, auf sich wirken, die Bauart und Innenarchitektur, die Ausstattung und Bemalung. die Kultgeräte. Paramente und Silberschatz, so muß man trotz aller Kritik für den Mangel jüdischen Empfindens und traditioneller Art dem Schilderer vor hundert .lahren beipflichten, der in der .,Wiener Modenzeitung'* sagte, daß der Tempel wohl an Größe und Pracht übertroHen werden mag, sich jedoch mit jedem anderen messen kann, was den Geschmack und die ästhetische Wirkung anlangt. Gedenkmünze geprägt anläßlich der k. Verordnung vom IS. Februar 1<S<>0 über die Realbesilzfähigkeil der Israeliten JOSEPH JEER EH EIMER An die Verächter Monumente staunt ihr (in, kunstsinnig gemeißelt. Ob auch geschwärzi von der Zeit, ob auch zerfressen von Host. Und ihr wißt euch kaum zu fassen vor ihnen in Ehrfurcht. Ziehet vom Norden zum Süd, kreuzet das Meer, sie zu seh'n! Aber das M onumenl aus grauest er heiliger Vorzeit. Welches ein lebendes ist, welchem der Bildner noch lebt. Weit es rostig gemacht der Zeiten eherne Griffe. Stoßt ihrs Jünweg mit dem Fuß, grrdrt es noch tiefer in Schutt!

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