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Menorah · 1926-02-01 · Heft 2 (Februar 1926) · p. Seite 123

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 2 (Februar 1926)
Article
Drei Palästina-Bildwerke [Rezension]
Date
1926-02-01
Page
Seite 123 (sequence 2)
Language
German
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BIBLIOGRAPHIE 123 keit oder Pose. Dabei die Kunst der Reproduktion das Edelste, das * geleistet werden kann. Der verwendete Kupfertiefdruck ist höchste Technik und stellt dem deutschen Nachkriegsdruck ein treffliches Zeugnis aus. Der Verleger hat hier wie dort in keiner Hinsicht einen knickerigen, kleinlichen Standpunkt eingenommen, besonders der Verlag Ju- HusHoffmann (Stuttgart),dessen Werke 21 farbige Uvachromien enthält und die Architektur in wertvoller Weise noch berücksichtigt, so daß der Baukünstler und Kunsthistoriker daraus Belehrung schöpfen kann. Auch der Archäologe kann seine Freude daran haben, das Amphitheater in Amman, die Bilder aus Dscharasch sind Kabinettslücke, und im Bildwrerke Gröbers, das vorteilhafterweise auch Syrien und Arabien einschließt und dadurch den Blick weitet, sind Baalbek und besonders Palmyra Glanzleislungen. Nur eines ist in beiden Werken ein bedauerlicher und uns verletzender Verstoß: Das Jüdische in Palästina ist sozusagen totgeschwiegen. Die Gräber, die Salomonische Kirche, „die Klageinauer'' und „Juden an der Klagemauer" sind bei Gröber das einzig Jüdische, dazu kommt bei Prciß noch die Wasserleitung des Königs Hiskia (Siioah), die makkabäische Feste Beth-Jur und die samaritische Thorarolle. Von dem ganzen neujüdischen Palästina, das Sven Hedin gefangennimmt, ist nichts, gar nichts vorhanden. Wenn man schon das Europäische, die neuen Bauten, Industrien und Menschen vermeiden wollte, so halle doch die Landschaft der jüdischen Kolonie gezeigt werden können, zum Beispiel das Feld von Chamorah mit dem Blick auf den Hermon, Bosch Pinah, den Wald von Kinereth, die Palmenhaine in Rischon und Migdal u. a. m. Ist da eine Einstellung die Ursache? Die Bildsam m hing v o n M e y e r & ,) esse n, die wir in Wien zuerst beim XIV. Zionistischen Kongresse sahen, enthält alles dieses und wir merken es dankbar an. Es ist ein jüdisch empfundenes Palästina, ein ,,Erez Israel", was uns hier geboten wird. Man kann aus ihm sehr viel lernen und es sollte in keinem bewußten, jüdischen Hause fehlen, am wenigsten dort, wo Kinder da sind. Aber auch das nichtjüdische Volksleben kommt höchst ausdrucksvoll zu Wort in Typen- und Straßenbildern und in mohammedanischen und christlichen Prozessionen. Ebenso ist das antike Palästina, das kananitische, jüdische und griechisch-römische, durchaus belehrend und aufschlußreich dargestellt. Aber es steht trotz alledem und trotz der guten Photolechnik den Werken von Prciß und Gröber in der Güte, im Druck und in der Ausstattung um ein Erhebliches nach und darum ist es bei diesem jüdischen Paläslinawerke wirklich sehr schade. Dr. Jakob Bronner. HEINRICH EINSTÄDTER : Gute Herzen. Hermon-Bücherei, III. Reihe, Band 2. Verlag Hermon, Frankfurt a. M. Eine Reihe anspruchsloser Erzählungen, die von der tiefreligiösen Natur des Autors zeugen. Er findet einen herzlichen Ton, zur Jugend zu sprechen, ohne in den Fehler des Moralisierens zu verfallen. Das Buch bietet eine Bereicherung der Jugendliteratur und wird Müttern und Lehrern willkommen sein. BÜCHEREINLAUF LUDWIG LEWISON: Gegen den Strom: Frankfurter Societäts-Druckerei, Frankfurt a. M. HARRY PHILBY: Das geheimnisvolle Arabien. Entdeckungen und Abenteuer; Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. 1 aJ««ammaa keine minderwertige Waren, nur gute II ^-^m** O PuiaJ «loip^ W i e n? V L, Linke \V i e n z e i 1 e 4° 0m Hofe)

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