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Menorah · 1925-08-01 · Heft 8-9 (August 1925) · p. Seite 197

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
3 (1925)
Issue
Heft 8-9 (August 1925)
Article
Die Jahrtausend-Ausstellungen der Rheinlande
Date
1925-08-01
Page
Seite 197 (sequence 6)
Language
German
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MENORAH 197 entgegen, die sträubdic im arabischen Viertel aufgewachsen ist und sowohl das Arabische als auch die arabischen Eigentümlichkeiten genau kennt, hat es in überraschend kurzer Zeit verstanden, das Vertrauen ihrer Nachbarinnen zu gewinnen und heute nehmen zahlreiche arabische Frauen dankbar die Unterweisung der Säuglingsstation sich noch vor kurzem heftig ten, ..ihr Kind wiegen zu lassen wie ein Kalb". Bis zum zweiten Lebensjahre empfängt die Säuglingsstation die Kleinen zur ärztlichen Kontrolle. Vom Eintritt der Kinder in den Kindergarten bis zu ihrem Austritt aus der Schule sorgen Schulärzte der Hadassah für eine Beobachtung ihres Gesundheitszustandes und für Beratung im Falle einer Erkrankung. 16.000 jüdische Frauen umfaßt die Hadassah-Organisation in den Vereinigten Staaten"-. In 1 77 Sektionen und 80 Jugendgruppen ist sie über das Land verteilt. 531 Nähzirkel werden von Mitgliedern der Hadassah betrieben und der gesamte Bedarf der Hadassah-Spitäler und -Kinderwohlfahrlsanstalten in Erez Israel an Leib- und Hauswäsche wird durch die freiwilligen Helferinnen dieser Nähzirkel gedeckt. Ihre Spenden sind so groß, daß auch die Immigrationslager und jüdischen Waisenhäuser, die Anstalten für Blinde und Geisteskranke und der Arbeiterkrankenfonds daraus beliefert werden können und ganze Stockwerke der großen Magazinanlagen der Hadassah sind angefüllt mit Vorräten an Wäsche, Bettzeug, Medikamenten und Drogerieartikel, mit Schreibmaterialien, Spielzeugen, Büchern und was irgend sonst in den Spitälern gebraucht werden kann. Es ist ein wundervolles Werk, dies stille Arbeiten der Hadassah und erste Kapazitäten auf medizinischem Gebiete stimmen darüber ein, daß Palästina, was den gemeinnützigen Sanitätsdienst anbelangt, an hervorragender Stelle unter den Ländern der Erde rangiert. Die Seele des Werkes, soweit es eine Schöpfung der Frauen ist, ist Henriette Szold. Als Bevollmächtigte ging sie 1920 nach Palästina und während vier Jahren organisierte sie dort dieses Riesenwerk der medizinischen Hilfe. Dr. N. Ornstein. NEUES FÜR REISE UND SPORT Kasha Wolltiikot und alle gewirkten Gewebe sind das immer noch bevorzugte Material zur Herstellung der graziösen und praktischen Modelle, die durch den aparten Schal und den schmiegsamen Velourliut ergänzt werden. Obwohl man die hellen und aparten Farben nicht verschmäht, ist man doch von den allzu grellen Farbeneffektcn abgekommen und sucht zur Harmonie der Linie auch die der Farbe zu gesellen. (Schlufs von Seite 194.) Neben der jüdischen Abteilung gibt es noch an verschiedenen anderen Stellen der Ausstellung Objekte, die uns als Juden interessieren. Am größten dürfte die Ausbeute in der übrigens sorgsam ausgewählten und ausgezeichnet aufgebauten Abteilung der Stadt Frankfurt a. M. sein. Der Leiter, Direktor Prof. Dr. B. Müller vom Historischen Museum, hat aus der im Frühjahr in der gleichen Stadt vom Museum jüdischer Altertümer veranstalteten Ausstellung: „Die jüdische Gemeinde Frankfurt a. M. von der Entstehung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts" das Wichtigste ausgesucht. (Über diese Ausstellung berichteten wir in der vorletzten Nummer, Anm. der Red.) Neben den auf Juden bezüglichen Urkunden aus dem Stadtarchiv ist aus den eigenen Beständen des Historischen Museums, vermehrt um Leihgaben aus Privatbesitz und aus dem Museum jüdischer Altertümer, etwa; folgendes zu sehen: Burgers Ölgemälde der Judengasse und der Judenmauer, Stiche, die die Synagoge und die Judengasse darstellen und solche, die sich auf verschiedene Ereignisse beziehen: auf den Fettmilchaufstand, auf den Rabbiner Naphtali Cohn, den man mit der großen Brandkatastrophe in Zusammenhang brachte usw. Die Ölporträts des Malers Oppenheim von Verflassen, das des Amschel Rothschild von Holdway, die fünf Frankfurter werden auf der bekannten Lithographie vorgeführt, und das des Großherzogs von Frankfurt a. M., Carl von Dalberg, fallen am meisten ins Auge. Von den auf Juden bezüglichen Ausstellungsgegenständen, Urkunden und Porträts, denen man noch begegnet, seien hier genannt: Ludwig Frank, Ludwig Bamberger, Karl Marx, Moses Heß, Ludwig Boerne, Heinrich Heine, die Bankiers Oppenheimer u. a.). Daß mit diesem Bericht noch nicht alles erschöpft ist, was in Köln gezeigt wird, versteht sich von selber. Es wäre zu wünschen, daß die auf Juden bezüglichen Objekte im Original oder mindestens in Abbildungen an zugänglicher Stelle der Allgemeinheit erhalten blieben. Erich Toeplitz. ^Jjleo^id, JelliuG\v W.PUKGG.5 CECEHJBEQ DEM DEUTSCHEN VCXXS^VL^^L. Bei Berufung auf das Blatt werden 5" „ der Kaufsumme an den Nationalfonds abgeführt

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