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Menorah · 1925-01-01 · Heft 1 (Januar 1925) · p. Seite 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
3 (1925)
Issue
Heft 1 (Januar 1925)
Article
Wirtschaftsprinzip und Siedlungsplan der palästinischen Kolonien
Date
1925-01-01
Page
Seite 22 (sequence 2)
Language
German
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£2 MENORAH —^ j!fe*'^v.n \ C. ""'"Sei \ VOGELPERSPEKTIVE DER ANLAGE KFAR NAHALAL (ABB. 3) lung. Hier wird für jede Familie ein Wohnhaus nebst Wirtschaftsgebäuden, Hof und Garten errichtet. Der Garten ist nicht nur für den Bedarf des eigenen Haushaltes angelegt, sondern auch für eine intensive Gemüseproduktion eingerichtet. An der Peripherie der Siedlung reihen sich nun die helder, die vorläufig noch extensiv zu bestellen sind. Mit etwa 90 Dunam pro Familie ist bei mittelmäßiger, ja schwacher Ernte ein gutes Auslangen gegeben. Ferner hatte der Siedlungsplan noch 20 Familien zu berücksichtigen: Religiöse Funktionäre, Handwerker, Lehrer usw. Für sie werden ungefähr 5 Dunam reserviert, damit auch sie zur Deckung des Eigenbedarfes über Gartenland verfügen. Im Zentrum der Siedlung befinden sich die gemeinsamen Bauten: Bethhamidrasch, Gemeinde- und Volkshaus, Mikwoh, Schule, Kindergarten, Krankenhaus, Molkerei, Konsumanstalt usw. Für noch zu errichtende Gemeinschaftsbauten und Anlagen sind weitere Reserveplätze vorgesehen. Über die Anlage von Kfar-Nahalal berichtet Dipl.-Ing. Richard Kaufmann: „Bei Kfar-Nahalal (siehe Abb. 3) hat die Geländegestaltung eine besonders günstige Voraussetzung für die F ormung dieser Siedlung ergeben. Der Moschaw ist auf einem durchaus ovalen Hügel angelegt, der allmählich aus der breiten Fläche des fruchtbaren Emek Jesreel ansteigt. Es wurde vorgesehen, von den beiden Gärten der Schule und des Beth-Haam aus mit je zwei baumbestandenen Straßen nach dem Fuß des Hügels herunterzukommen, wo ein weiterer Streifen von Baumpflanzungen aus Fruchtbäumen den Moschaw ringförmig umgibt. Diese Pflanzung wird Spaziergänge am Schabbath in schattigen Hainen erlauben und wird späterhin mit Ruhebänken versehen werden können." Ähnlich ist die Anlage von Kfar-Jecheskiel, nur daß entsprechend dem veränderten Geländecharakter Häuser und Anwesen auch längs der Zufahrtstraßen gebaut wurden, während Nahalal nach streng konzentrischen Linien besiedelt ist. Die dritte Siedlungsform ist die kollektivistische, wie zum Beispiel die von N u r i s. Die Wirtschaflsmittel: Gebäude, Grund und Boden, landwirtschaftliche Geräte usw. sind Eigentum der Landesgewerkschaft, die sie gewissermaßen an die Kolonie verpachtet. Sämtliche Siedler haften kollektiv für die Erhaltung und Wirtschaftsführung der Siedlung. Die Gemeinschaftshäuser überwiegen, für die Unverheirateten und für die Einzelfamilien sind Baracken vorgesehen. Eine ausgeprägte, typische Siedlungsfcrm hat sich hier noch nicht ausgebildet, weswegen ein Eingehen aul den mehr oder minder provisorischen Anlagecharakter sich erübrigt. Mehr oder weniger ist alles, was heute in Erez Jisrael geschieht, ein Provisorium. Weder der wirtschaftliche und noch weniger der geistige Bau der Kolonien ist bereits fest gefügt. Aufgabe der nächsten Jahre wird es sein, aus diesem Provisorium ein politisches, wirtschaftliches, kulturelles Definitivum zu schaffen. Hausner (k? Zouplna ::;iiil!!llll!!!!i!!!!lllll>ll!l!lll!llll!!i!:i;ii!!!!l!!!iil Atelier für feinste Herrengarderobe Stadt- und Sportpelze aller Art Y Vornehmste Ausführung m Schnitt und Ausarbeitung bei wirklich seriösen Preisen WIEN, I. Tel. 75-6-33 * Führichoasse 6 * Tel. 75-6-33 (Ecke TegettWfstraße) SCHRANKKOFFERj VORNEHMER I UND GEDIEGENER AUSFÜHRUNG EIGENER GES. GESCH. I MODELLE | PICCOLOs COUPEi SCHRANK KOFFER | AUTOj SCHRANKKOFFER I TYPE STARK I HUTu. SCHUH-f KOFFER; DIREKT VOM ERZEUGER | IN DER [ SCHRANKKOFFER-WERKSTÄTTE [ PAUL STARK GES. M.B. H.| WIEN, III, ERDBERGSTRASSE 35 \

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