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Menorah · 1924-12-01 · Heft 12 (Dezember 1924) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 12 (Dezember 1924)
Article
Die Menorah des Tempels
Date
1924-12-01
Page
Seite 3 (sequence 1)
Language
German
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MENORAH Illvxtrierte Momatxtchrift Fvr Die Jvdis-che Familie _WIEK^ FRAIMKFVRT A.M._ II. JAHRGANG_DEZEMBER 1924_NR, 12 Erich Toeplitz/Die Menorah des Tempels Die Menorah des Tempels wird in der Bibel öfter beschrieben, trotzdem ist es nicht möglich, eine genaue Anschauung ihrer Gestalt und ihrer Benützung zu erhalten. Im Tempel zu „Siloh" ist eine Lampe, kein Leuchter gemeint, die scheinbar nach I. Sam. III./3 nur nachts brannte. Im I. Buch der Könige VII./49 werden zehn goldene Leuchter erwähnt, von denen fünf rechts und fünf links des „Debir" standen. In Jer. III./19 sind die Leuchter ebenfalls zu finden, dagegen fehlen sie in der Parallelstelle II. Könige XXV./14. — Über die Benützung der Leuchter im sieben besonders gearbeitete Lampen, die zur täglichen Reinigung und Auffüllung entfernt werden konnten. Da die Lampen augenscheinlich Schnauzen hatten, aus denen die Dochte herauskamen, wandte sich das Licht hauptsächlich nach einer Seite; die Lampen wurden so gedreht, daß die lichtspendenden Öffnungen nordwärts zeigten. — Dieser Leuchter scheint im ganzen mit dem, zuerst in Zech. IV./1 beschriebenen übereinzustimmen, doch findet sich eine Verschiedenheit. Der letztere hatte sieben Arme, während der zuerst im Exodus erwähnte nur sechs Arme besaß, das siebente Licht Salomonischen Tempel haben wir leider keinen genauen Bericht, aber die überlieferte Anzahl — zehn —• beruht unzweifelhaft auf alter Tradition. Hatte Salorno auch keine goldenen Leuchter, so halte er wahrscheinlich solche aus Bronze, die von Hiram ange lertigt waren. — Der siebenarmige Leuchter des Stiftszeltes ist im Exodus XXV./31 und XXXVII./17 beschrieben. Jedenfalls handelt es sich um einen Leuchter, der aus reinem Golde bestand, und deshalb „menorah te hora" genannt wurde. Von einem Fußgestell, das nicht näher beschrieben wird, ging der Stamm aulwärts, von diesem zweigten die Arme in drei Punkten senkrecht (?) nach oben ab. Der Stamm wird als vierkantig, und jeder der Arme als dreikantig bezeichnet, alles war reich mit Blumenkelchen verziert. Diese Kelche hatten die Gestalt von Mandelblüten, denn dieser Naturform entspräche etwa die Bezeichnung Knollen mit oflenen Knospen. Auf den Armen standen war in der Mittelachse befestigt. Beide stellten einen Baum mit sechs, respektive sieben Armen dar, was durch die Tatsache unterstützt wird, daß der im Exodus beschriebene Leuchter mit Mandelblüten geschmückt war. Die Annahme, daß dieser siebenarmige Leuchter symbolische Bedeutung hatte, wird durch die Stelle bei Zecharjah befestigt. Die sieben Lampen können als die Vertreter der sieben Planeten, die die Augen Gottes darstellen, angesehen werden. Das Licht im Mittelpunkte, das besonders hervorgehoben wird, würde dann die Sonne, den bedeutendsten Planeten, bezeichnen. Es ist möglich, daß damit die mystische Vorstellung eines himmlischen Baumes verbunden war, dessen. Ausdehnung bir. zum Himmelsgewölbe reichte, und dessen Früchte die Planeten darstellten. Wie die Zusammenhänge mit dem Mandelbaum entstanden, ist unbekannt, aber es ist möglich, daß die Vorstellung der Sterne durch die Man-

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