Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 2 (1924)
- Issue
- Heft 11 (November 1924)
- Article
- [Nachman Syrkin] [Nachricht]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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MENORAH II. JAHRGANG NOVEMBER 1924 NR. II Als Titelbild veröffentlichen wir in dieser Nummer die Reproduktion einer Radierung des berühmten holländischen Malers Jozef Israels „Kinder am Strande ', aus: Hermann Struck, Die Kunst des Radierens (Paul Cassirer Verlag A. G. Berlin) INHALTSVERZEICHNIS P. J. SCHAPIRA (Wien): Aus Lehre und Leben des Baalschcm und seiner Jünger Nathan BIRNBAUM: Anmerkungen Rabb. Dr. S. KAATZ (Hindenburg); Rabbi Akiba Eger auf dem Alten Markt in Posen Franz KAFKA: Aus seinen Werken Arnold ZWEIG: Die Schmuckslücke von Wilna Hermann BLUMENTHAL: Gilgul, Fortsetzung Wolfgang WEISL (Jerusalem): Alltag in Zion BIBLIOGRAPHIE MUSIK Markus REINER (Jerusalem!: leben in Palastina Schach, Mode, Für unsere Kleinen Musik- UMSCHAU Bemerkenswerte Mitteilungen über die letzten Stunden eines Führers der Poale Zion, Dr. Nachman Syrkin, sind uns Veranlassung, noch einmal seine Persönlichkeit in Erinnerung zu bringen. Er hat immer eine eigenartige Haltung unter den jüdischen Arbeiterführern sich bewahrt, ließ sich niemals in ein doktrinäres Thema pressen. Daß er aber in seiner Todesstunde eine Mahnung an seine Partei- und Gesinnungsgenossen hinaussenden würde, von ihrer feindlichen Haltung der jüdischen Tradition und ihrem Gesetze gegenüber abzulassen und zur jüdischen Weltanschauung und Lebensform heimzukehren — dies hätte niemand von Di. Nachman Syrkin mehr erwartet. Gleich vielen Anderen, Nachdenklichen hat sich in den letzten Jahren eine innere Umwandlung in diesem Soziahstenführer vollzogen. Auch er hat früher scharf gegen das religiöse Element im jüdischen Leben gekämpft, auch er hat einsehen gelernt, daß die über- Üelerte Lehre nicht nur das wertvollste Aktivum ist, das wir Juden besitzen, sondern daß die jüdische Nation ohne ihr Gesetz und ihre überlieferte Kultur undenkbar ist. Dr. Syrkin hat seine sozialwirtschaftlichen Anschauungen nicht geändert, aber k u 1 t u r e I 1 hat er für seine Person clio unfruchtbare Verneinung der jüdischen 1 radition abgelehnt. Er ist der prinzipienfeste Sozialist geblieben und dennoch ein Baal { eschuwoh geworden. Er ist darin nicht der einzige. Der Zcntralrat der Agudas Jisrocl hat in Krakau folgende Verpflichtung für clic Mitglieder seiner Organisation festgelegt: ,,Mit Hinweis auf den talmudischen Grundsatz nhvj *S U,,L*' EIN Sr >v y <<" E'iluC) f*V; |'N >p"p * fKL-. fordert der Zcntralrat jeden Agudisten auf, möglichst noch im Laufe des Monats Tischri für sich und seine männlichen hamilienangehörigen mindestens einen Quadratmeter Boden in Erez Jisrael zu erwerben. Die Namen der Käufer werden in cm Sefer Hajischuw eingetragen." Damit hat diese Organisation gesetzestreuer Juden noch einmal ihre positive Stellung zum Aufbau Erez Jisraels festgelegt. Folgen den Beschlüssen auch entsprechende Taten, so wird die Zeit nicht fern sein, in der Träger der jüdischen Überlieferung den kulturel- '•äsgs^S^^^i'^^-:^ Vornehmste Herrengarderoße naeß Maß s on'tf/n aß citi/fiscficji Stoffen, Schnitt niuf Aiisft'rfirunij anerkannt teufeffos bei ARTHUR LEDERER | CTranz Scß/uf's Söhne Nfy.) | Wien, Zy Opernqasse 16, I. Stach \l l 4 Geijiihufet im Jalve AS'2 5 - - Tefcpfioti 24*t2 (i I s F.iijeno E/nr/c/jf///n/ für ij| sr/v/h/ rirneffc Ausjührinhj & SEIDENWEICH UND LO CK I G V/1 HD DAS HAAR DUilCH ELI DA SHAM ÖN Oth C 1 Äff ^-^^"^-V^?,310^"51^^81^0^ Wien, I., Kärntnerring 6 ITlär Schill Perucken< Sclleltel l1, Transformationen gegenüber dem Hotei Bristol ö liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemach