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Menorah · 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 6 (Juni 1924)
Article
Illustrierte Haggadoth
Date
1924-06-01
Page
Seite 3 (sequence 1)
Language
German
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M E IM O RAH Illvstrated Monthly For The Jewith Home ILLU5TR .MONAXCTCH RIFT FÜR DlE JÜDISCH E FäM I LI E \ ERLAG U. REDAKTION: WIEN (VIENNA). X. BEZ., I3ERGGASSE 31 / TEEEPIION 11-2-11 DRUCK: »ELBEM ÜIIL«, WIEN. IX.. BEllGG. 31 V\ II. JAHRGANG i/i l\\ JEN! 1924 i/i]S 31W NH '1 ///ix A.BONNEMENTS- U. INSERATEN AU VTRÄ G E NIMMT DIE ADMINISTRATION WIEN (YH-'A'NA), BERG GASSE 31, ENTGEGEN / TEE. 11-2-11 ILLUSTRIERTE HAGGADOTH Von ERICH TOEPUTZ, Frankfurt M. Die Abbildungen stammen aus der Vorbildersammlung der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, Frankfurt a../'M Nachdruck verboten — Fortsetzung aus Heft 4 Gegen Haggadahillustrationen hat sich meines Wissens niemals eine Stimme erhoben, obgleich es bei Gebetbuch und Bibel nicht an Bilderstürmerei fehlt, die eine unausbleibliche Folge des religiös-betonten und durch die Enge und Bedrückung seiner politischen Lage im Jenseits verwiesenen Judentums war. Fast alle wichtigen Ereignisse der jüdischen Geschichte und Legende von der Erschaffung der Welt bis zum Abschluß des Kanons werden in der Haggadah erwähnt und haben die Buchkünstler des 13. und 14. Jahrhunderts zu Miniaturen angeregt. Die Haggadah von Sarajevo") zum Beispiel ist am ausführlichsten in der Darstellung der biblischen Bilder, die von der Erschaffung der Welt an bis zum Auszug aus Ägypten fast vollzählig in Erscheinung treten. Einige Illustrationen der Gebräuche des Pessachfestes schließen sich dieser Bilderreihe als eine Art Überleitung zum Sederabend an. Es ist nicht unmöglich, daß die Bibelbilder mit Absicht in dieser Ausführlichkeit auftreten, denn alle jüdischen Feiertage in einen recht innigen Zusammenhang mit der heiligen Lehre zu bringen, war die Losung des jüdischen Mittel- ■) Die Haggadah von Sarajevo, von D. H. Müller und J. v. Schlosser, Wien 1898. alters. Selbst auf der Menorah des Chanukkahfestes, dessen nachbiblischer Ursprung niemals vergessen war, findet sich ein Spruch der das Licht der Gebote und der Thora eben als „das Licht" bezeichnet. (Prov. VI 23.) Mit der Entwicklung zur weltlicheren Neuzeit änderte sich dieser Zustand, und die Freude an der Thora tritt zugunsten einer stärkeren Betonung der Bräuche etwas zurück, die Joseph Caro (1488 bis 1 575) in seinem Schulchan Aruch kodifizierte. Im Zusammenhang mit dieser Wandlung treten im 15. und 16. Jahrhundert auch die rituellen Handlungen in der Bilderfolge mehr in den Vordergrund. Wir finden die Vorbereitungen zum Pessachfest und dessen Bräuche wie das Mazzothbacken, das Entfernen des Gesäuerten, die Familie am Sedertisch und die fragenden Kinder immer häufiger dargestellt. Selbst im \ 7. und 18. Jahrhundert werden noch handgeschriebene und ausgemalte Haggadoth hergestellt, doch zeigen sie oft die Spuren des Verfalls der handwerklichen Buchkunst, die durch die Einführung des Buchdrucks überholt worden war. Diese späten Schreiberarbeiten wurden durch das Vorhandensein der Thorarollen- Schreiber begünstigt, denen meist von wohlhabenden Familien die Arbeit übertragen wurde. Selbständige Schöpfungen entstehen nur mflg^yep Püs&i HT)TTH5?__ ^n^n^äp'pa'gg! £§p fW.na^ir^i^! ^JZ. T^Ti©^V%cnra fp?| r^Tt^jBÄ^Mgmp |p§ ^er^ii^jp^^ teWTO^ i ^rnVfe ^ir^^i 1 y^^p*7^&w™ i tto^toeWI ih^nf\in^^r^ BILDER AUS DEN ILLUSTRIERTEN Mantua Iii«« HAGGADABDRUCKEN

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