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Menorah · 1923-01-01 · Heft 6 · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
1 (1923)
Issue
Heft 6
Article
Ökonomische Ausnützung ...
Date
1923-01-01
Page
Seite 18 (sequence 1)
Language
German
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18 MENORAH DIE NEUE 7VLODE w. BERNHARD/ Folk 1 oristisches Allerlei BEI MODELLVOR.FIJHR.UN6 KOSTENLOS. WIEN 4» ktärntnerstrasse <2ü. KUNEROL, das reinste Speisefett aus Kokosnüssen ist leicht verdaulich, ausgiebig und nahrhaft, wird vom Anbeginn des Pressens der Nüsse bis zur Fertigstellung und Verpackung unter strenger Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Rabbiners S.B. Ehrenfeld, Mattersdorf, erzeugt und daher in jeder strenggläubigen jüdischen Familie mit Vorliebe verwendet. 18. ÖKONOMISCHE AUS¬ NÜTZUNG Ein Randar kam in die Stadt zum Buchbinder und ersuchte ihn, aus einem halbverbrannten Talmudexcmplar Ejn Jakowlich1) zuzurichten. ') En Jakob, Sammlung der aggadischen Stellen des Talmuds. Dem Besteller war bekannt, daß der Talmud ein großes, En Jakob ein kleines Format hat. 19. MOJSCHE RABBENI UND ELIOUHI HA-NOUWI AUF REISEN Beim anbrechenden Frühling beschloß einstens Mojsche Rabbeni, vom Himmel auf die Erde herunterzusteigen, um sich zu überzeugen, wie seine Jüdelach die Tojry hüten. Auf seiner Wanderung durch die Welt kam er mit dem in Bettlergewand gekleideten Propheten Elia zusammen, der ja bekanntlich die jüdischen Häuser bei allen Gelegenheiten aufsucht. Mojsche Rabbeni fand es für seine Zwecke ebenfalls passend, als Bettler zu erscheinen, aber die beiden haben sich mistam1) erkannt. „Mojscheleben, wie geht es dir eppes auf der unteren Welt?" „Schlecht, sehr schlecht", antwortete Mojsche Rabbeni. „Es war bald nach Purim, als ich die himmlischen Höhen verließ und den Weg in diese Welt nahm. Ich kam zuerst in ein Haus und bat um ein bißchen Essen. Die Jüdene'-') erklärte mir, daß sie mit dem Pcss'chdigmachen des Pripitschck:!) beschäftigt sei und mir nichts geben könne. Ich konnte mir dies schwer begreiflich machen. Meine Reise vom Himmel bis auf die Erde hat fast gar nichts gedauert. Es sind also noch fast vier Wochen bis zum Pessachfcst, und diese Frau ist schon damit beschäftigt. Efscher') is sie nebbich5) a Schlimesalnizy"). Ich ging nun später in ein anderes Haus. Welcher Anblick! Die Bälbuste7) mit einem Tuch um den Kopf turbanarlig gehüllt, mit einer langen Kotscherys) in der Hand, wie ein Feldherr kommandierend, das Haus von oberst zu unterst umkehrend. Bei der bin ich erst recht angekommen! ,A Jüd loßt sich in asa Zät af d'r MedinaS;i) in wcjst a punim nischt, as z' is var Pessach', hat sie laut geschrieen. Ich war froh, daß ich schon draußen war. Ich ging nun in ein drittes Haus. Dort waren sämtliche, aber sämtliche Möbel und Hausgeräte vor dem Hause aufgestellt. Die Hausfrau ging dabei in Eile umher und begoß jeden einzelnen Gegenstand mit siedendem Wasser. ,\Vas ist es?' fragle ich erstaunt. ,Ihr macht Chojsck1') aus uns, Ihr hol noch nischt gesen Kaschern of Pessach?' Lange dachte ich über diese sonderbaren Gebräuche nach, ohne zu einer Lösung zu kommen. Schließlich begab ich mich in das Haus des Rabbiners, der ja berufsmäßig meine Tora der Gemeinde zu erklären hat. Was ich da erlebt habe, sollte ich gar nicht erzählen. Die Türklinke der Rabbinerwohnung war mit einer.-. frischgewaschenen Leinwandfetzen umwickelt, ebenso waren alle Öffnungen und Ritzen mit demselben Stoffe gestopft und bedeckt10). Als ich die besagte Türklinke drückte, um in die Wohnung zu kommen, schrie die Rebbezin11) aus Leibeskräften: .Hinaus du Orchoporchonik12), host gewiß Bronfen11') getrinken, wist mir noch den ganzen Chumez herantrougen.' Und während sie noch den ganzen Satz nicht fertig sprach, kommt herein eine arme Jüdene und gibt der Rebezin eine 5 fl.-Note und bittet sie, ihr den verpfändeten Talis11) ihres Mannes herauszugeben. ,Was?' sagte die Rcbbezin, ,Sie wollen den Talis hoben und wo sind die Prozente? Beteschis, Nojcch, Uch Ychu, Chaje Sure, Iva /ere15) etc. sennen zwanzig Wochen!' Wie erschlagen stand ich da. Die Tora, in der ich das Zinsnehmen verboten habe, ist bei dieser Rebbezin gar ein Kalender zur Berechnung der verbotenen Zinsen! Das Gebot derselben Tora: Sechs Tage sollet Ihr Mazzoth essen, ist nicht nur entstellt, sondern gar ein Hin- Ole^ckowky f C H U H WAR. E N H AU f E R i.Lkp&Cfc .s^y 6. MAf'/^ttfc/y//: *£7 T**t-±T«s (//^en^of) Größte Auswahl in Pelzmänteln, Jacken, Sportsakkos, Raglans, Stadtpelzen u. Pücnsen aller Art, Vom einfachsten bis zum feinsten Genre, zu den billigsten Preisen 1000» Verbrämungsfelle aller Art zum Einheit!preise von K 42.000 EIGENE MODELLWERKSTÄTTEN W I lLotentarms>tr,9 +iCärntner^tr/ 4 h i and statte 3

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