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Neue jüdische Monatshefte · 1919-10-25 · Heft 2-4 (25.10.1919) · p. Seite 40

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1919-1920
Issue
Heft 2-4 (25.10.1919)
Article
Der gegenwärtige Stand der jüdischen Bibliographie
Date
1919-10-25
Page
Seite 40 (sequence 2)
Language
German
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40 redigierte- und die in einem Supplementband erscheinen sollen, ismd immer noch nicht gedruckt. Hoffentlich enthält dieser Supplementband auch Register der Verfasser und der Druckorte, die bisher sehr verrnisst werden. Die Handschriftenforschtmg, die durch Steinschneiders Vorlesungen über die Kunde hebräischer Handschriften (1897) Angebahnt ist und durch 'Ludwig Blau's Forschungen über das antike Buchwesen — ein Werk, das dem Birt'sehen Buche an die Seite zu stellen ist — ausserordentlich gefördert wurde, liegt noch im Argen. Wohl besitzen wir von Steinschneider mustergültige Beschreibungen der Handschriften in Leiden, München, Hamburg und Berlin und von manchen anderen wie Cowley, Harkavy, Hirschfeld, Margoliouth, Neubauer und Schwarz recht brauchbare Kataloge hebräischer Handschriften, eine genaue Verzeichnung aller in öffentlichen und privaten Bibliotheken befindlichen hebräischen Manuskripte wird wohl noch lange ein Wunsch aller Forscher bleiben. Diese müssten sich Steinsehneider's Berliner Handschriftenkatalog zum Muster nehmen. Für die in nicht hebräischer Sprache geschriebenen Werke über Juden und Judentum ist man noch immer auf Julius Fürst (gest. 9. Februar 1873), Bibliotheca Judaica (1849—63) angewiesen. Wie wenig ausreichend "aber dieses von Ungeriauigkeiten wimmelnde Buch ist, in dem sämtliche (anonymen Schriften fehlen, und das erst durch ein Sachregister zu erschliessen wäre, weiss jeder Benutzer dieses Werkes. Hier könnte die Arbeit eines älteren verdienten Gelehrten, der seit Jahren an einer Bibliotheca Judaica arbeitet und mehr als 24 000 Titel verzeichnet hat, Abhilfe schaffen. Möge sich bald eine wissenschaftliche Gesellschaft finden, welche die Drucklegung dieses höchst wichtigen Werkes übernehmen würde. Für da9 neugegründete Forschungsinstitut wäre dieses Buch meines Erachtens ein unentbehrliches Hilfsmittel. Die periodische Verzeichnung von Neuerscheinungen auf dem "Gebiete der hebräischen Bibliographie hat Steinschneider durch seine vom Jahre 1858—82 herausgegebene Zeitschrift begründet. Sie hat öfter Unterbrechungen erfahren, ist von Nehemias Brüll, dann von Heinrich Brody und schliesslich von mir bis zum heutigen .Tage fortgeführt worden. Es hat ihr von jeher nicht nur an Mitteln für ihre Herstellung gefehlt, auch der Interessenten kreis ist stets gleich klein geblieben, so dass es immer eines besonderem Idealismus bedurfte, die mühsame und emsige Arbeit zu leisten. Geht man die einzelnen Diszipline der judischen Wissenschaft durch, so "bietet sich' kein erfreuliches Bild von den Fortschritten, die wir seit Wolf gemacht haben. Noch gibt es keine Einleitung in das Alte Testament, die von den Leistungen der jüdischen Erklärer Auskunft gibt. Von kleinen Aufsätzen, wie Salfeld's jüdischer Erklärer des Hoheliedes, abgesehen, sind kaum Vorarbeiten dazu gemacht. Noch immer wird man zu Straök's Einleitung greifen müssen, die noch am besten über Targum und Massora unterrichtet. Man vermisst immer noch eine Einleitung in den Talmud. Freilich fusst der bibliographische Teil von Strack's vortrefflichem Werk ganz auf Forschungen von Lebrecht, Rabbinowicz, Steinschneider u. a. Auch Bischort hat für seine kritische Geschichte der Thalmud-Uebersetzungen, die Kataloge von

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