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Neue jüdische Monatshefte · 1919-10-25 · Heft 2-4 (25.10.1919) · p. Seite 39

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1919-1920
Issue
Heft 2-4 (25.10.1919)
Article
Jüdische Druckstätten
Date
1919-10-25
Page
Seite 39 (sequence 4)
Language
German
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39 Tagesliteratur in hebräischer und jiddischer Sprache, werden hier besonders Werke moderner Autoren und Oesamtausgaben verbreitet. Hoffnungsvolle Anfänge für eine Renaissance des jüdischen Buchdrucks zeigen sich neuerdings in Palästina, besonders in Jaffa. Man kann erwarten, dass im Heimatlande der hebräischen Literatur auch die hebräische Typographie einen neuen Aufschwung nimmt. Der gegenwärtige Stand der jüdischen Bibliographie Von Professor Dr. A. F r e i m a n n , Frankfurt a. M. D*n Grund zu einer Kunde von hebräischen Büchern und von Leistungen der Juden auf dem Gebiete der Geisteswissenschaften hat Johann Christoph Wolf (gest. 25. Juli 1739) in seiner vierbiindigen Bibliotheca . Hebraea (1715—1733) gelegt. Bibelkunde, Apokryphen und Bibelversionen, Bibelhandschriftcn nebst .Massora, Ausgaben der hebräischen Bibel und Targum, Talmud, Kabbala, die hebräischen Manuskripte und ihre Verfertiger, Gcs-chichte des hebräischen Buchdrucks, Schriftsteller für und gegen Juden, Abrcviaturen, jüdisch-deutsche Literatur und Grabschriften sind in diesem Standardwerk behandelt. Man hat oft den Wunsch ausgesprochen, dieses Werk solle neu bearbeitet werden. Dem Meister der hebräischen Bibliographie Moritz Steinschneider (gest. 24. Januar 1907) hat dieser Plan stets vorgeschwebt. Wir verdanken ihm eine Reihe von Aufsätzen, die es ermöglichen könnten, Wolfs Bibliotheca durch einen Stab von Mitarbeitern zu berichtigen und fortzuführen. Für die Geschichte des hebräischen Buchdrucks, vor allem für die Kenntnis des hebräischen Schrifttums, soweit es bis zum Jahre 1733 gedruckt vorlag, hat Steinschneiders Catalogus übrorum hebraeorum in Bibliotheca Bodleiana (1852—60) Unvergängliches geleistet. Es ist kein Bibliothekskatalog im landläufigen Sinne, denn er enthält literarhistorische Forschungen über jeden Schriftsteller, dessen Bücher verzeichnet sind, so auch über Bücher, die beim Druck des Kataloges noch nicht in der Oxforder Bibliothek sich befanden, soweit sie bis zum Abschfuss von Wolf's Bibliotheca gedruckt waren. Steinschneidert grosser Katalog, wie er meist genannt wird, ist bis auf den heutigen Tag das unentbehrliche Werk für jeden, der sich mit irgend einem Zweige der jüdischen Wissenschaft beschäftigt und wird es wohl auch noch lange bleiben. Eine Ergänzung für die in den Jahren von 1733—1S63 erschienenen hebräischen Bücher bildet Isaac Ben Jacobs (gest. 2. Juli 1863) Ozar ha-Sepharim Wilna 1880, der 17 000 hebräische Drucke und Handschriften verzeichnet. So dankenswert auch diese Arbeit ist, ausreichend ist sie nicht. Auch sind die Angaben nicht immer zuverlässig, da der Verfasser nur einen Bruchteil der Bücher, die er verzeichnet, selbst gesehen hat. Ein Verzeichnis aller hebräischen Werke, das , auch alle Bestandteile, wie Approbationen, Drucker usw. verzeichnet, ist noch ein pium desiderium. Einen corpus approbationuni hat Dr. Löwen stein, Rabbiner in Mosbach, ausgearbeitet, der hoffentlich bald gedruckt werden wird. Was das Werk Benjacobs besonders wertvoll macht, ist die Angabe der Handschriften. Die Ergänzungen und Berichtigungen zu diesem Buche, die Steinschneider

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