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Neue jüdische Monatshefte · 1919-10-25 · Heft 2-4 (25.10.1919) · p. [Seite]

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1919-1920
Issue
Heft 2-4 (25.10.1919)
Article
Das hebräische Buch
Date
1919-10-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Zeitschrift für Politik; Wirtschaß und iiierafoar in Ost und Wes! Erschein! zweimal im Monot unter Mitwirkung vo» Alexander Eliasberg '/ Dr. Adolf Friedemann Geh, Justizrat Dr. Eugen Fuchs / Prof. Dr. Frans Oppenheimer Mi&cßründei von Hermann Cohen fiuiinnimiummiimfimniiuiMtimmtium IV. Jahrgang 25. Okt./25-Nov. 1919 Heft 2/4 iM!:inii!!iimnimi!U!!!!;miMHf!fimm^ Diese Zeitschrift ist ein offener Sprechsaal ftir Jedermann. Für den Inhalt der Artikel übernehmen die Autoren selbst die Verantwortung iifiiiiwimimMiiwiiiiMuiHmnuu!^^ Alle redaktionellen Sendungen wolle man in Zukunft senden an: Schriftleitung der Neuen Jüdischen Monatshefte, Berlin NW 7, Dorothcenstr. 35 BBILAilJllJ««l^tillL'.«.ll^im^^ •mr*—-~«m*fr'*rP~V~-ri' « y iji yim,, Sonderheft: Das jüdische Buch Das hebräische Ruch Von C h a i m - N a. c h m a n B i a I i k*) le jüdischen Literaturkenner wundern sich schon längst über ein« sonderbare Erscheinung: unser Volk besitzt eine alte Literatur, die Jahrtausende alt und Zehntausende von Bänden stark tst. die in sich 'die verschiedensten Literaturformen vereinigt und reichste Inhalte bietet; wir besitzen eine neue, junge Literatur, die ebenfalls an hervorragenden Begabungen reich ist; wir haben auch viele wertvolle Werke von Juden in vielen fremden Sprachen — und trotz alledlcfen vermögen wir nicht, einem gebildeten jüdischen Zeitgenossen wenigstens eine kleine Anzähl von Büchern in die Hand zu geben, die wert sind» von ihm liebgewonnen zu werden* so dass er sich in Stunden geistigen Hungers an ihnen sättigt. Das Wunder ist um so grösser, als wir doch wissen, dass unser bücherliebendes Volk stets in der eigenen Literatur Befriedigung fand, und zwar jeder Einzige auf dem ihm naheliegenden Gebiete. Zu allen Zeiten gab es bei uns auch eine Anzahl Bücher von dauerndem Wert, wahre Volksbücher, die bei allen Volksschichten, den oberen und den niederen, gleich beliebt waren. Jetzt aber machen wir eine unerträgliche geistige Bedrängnis durch. Jeder von uns, der die hebräische Literatur aller Epochen in sich verarbeitet hatte, hat wohl öfters Tantalusqualen erlebt: ein Sohn oder ein Freund fragt nach einem Buche oder einer Büchersammlung, um das nationale Schaffen aus der ersten Quelle wenigstens in Auszügen kennen zu lernen — der Beifragte aber steht vor einem Haufen aufgetürmter geistiger Oüter und ist um eine Auskunft verlegen. Ein Gebirge von Büchern, und kein Buch, *) Gekürzte Uebersetzung' aus dem Hebräischen (Monatsschrift „Kaschiloach", Odessa, Novemberheft 1913) von Baruch Krupnik.

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