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Neue jüdische Monatshefte · 1918-07-25 · Heft 20-22 (25.7.1918) · p. Seite 512

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1917-1918
Issue
Heft 20-22 (25.7.1918)
Article
Frauen meines Volkes
Date
1918-07-25
Page
Seite 512 (sequence 4)
Language
German
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Herrscherin. - In den Tagen Alexander Jannais ward Blut dünner als Wasser, jo edler, desto reichlicher floß es. Bruderblut umfloß des wilden Hasxnonäers Thfon, und sein Volk fraß sein Schwert Und seines Volkes Lehrer. Syrer und Araber, Gileader und Moabiter besiegte er, doch seines eigenen Volkes Empörung ward er nicht Herr. Sechstausend ließ er am Hüttenfest von Söldnern seiner Wache, Physiern und Kilikiern,. niedermetzeln, fünfzigtausend in sechsjährigem Bürgerkrieg. „Womit euch versöhnen?" frag er, des Kampfes und Hasses müde, des JudäerWutes satt. „Mit deinem Blute!" erwiderte einhellig das Volk, und führte den ^Aramäerkönig ins Land. Neues wütendes Ringen mit wechselndem Glück. .Achthundert judäische Gefangene in Davids Stadt, vor des .Volkes Augen aufs Kreuz geschlagen, indes er, weintrunken, von Töchtern der Freude umgeben dem Grauen zuschaute. Entsetzt ob des entarteten Hasmonäers Wüten zerstob Judäas Volk, Soh. Von Haß und Unrast verzehrt, in des Wechselfiebers Krampf, sann er auf eine gute Tat, das eines ganzen Lebens Missetaten aufwog.' Sein Weib, sein Gegenbild, wird zu seines Thrones Erbin bestimmt. Und siehe, der Sünden Schale hob sich von der Wucht einer Tat, und erleichtert, der Buße gewiß, schwang sich des Sterbenden wilde Seele zum Himmel. Aus düsterem Gewölk brach mit Macht eine neue Sonne über Judäas Fluren. Vor des neuen Glückes Strahl flohen des Unheils Schatten, des Friedens und der Freiheit Y/onne zog ins Land. Da erhob sich des Volkes Lehrer gebeugtes Haupt, herrlich gediehen der Weisheit Worte und Taten, und die ersten Schulen fürs Volk (höret, unseres Cheders ruhmreicher Ahnherr!) erblühten auf Judas Boden. Sind die Tage Salomos wieder erstanden? Doch auch Davids Schwert lag in Frauenhand wohlverwahrt. Mutiger Kämpferscharen, Söhne des Volkes und der Fremde, mannhaftes Tun mehrte des Judäeriandes stolze Macht, und es erbebten die Könige ringsum. Wie der Wilstenöde palmenumrauschter Hort, wie jüher Lichtglanz in der Nacht Düster, so war dein Walten in der Zeiten Verhängnis. Dein Lob künde ich, Salome Alexandra, die Herrscherin. Letzte Hasmonäerin, Jochanan Hyrkanos! Mehrer warst du am Schatze der Macht, doch Uliheil gebar dein Schwert. Edom, das tückenreiche, hast du deinem Volke vermählt, doch der Idumäer rief den Römer ins Land, der dos Mumäers Sohn auf den Thron, den du errichtest, hob. Hasmonäer, lobtest du, was würde mit größerer Pein deine Seele erfüllen, daß er deine männlichen Nachkommen tötete, oder deinen letzter* weiblichen SproS seine Liebe zwwand? Ach, eines ist des Herodes Tod und des Ixro&es Liebe. Zu Samaria, die Krone Judäas, aus Antonius und O^via-nus Händen, empfangen, auf seinem Haupt, vermählte er p:ej, in jauchzender Lust, dem letzten, edelsten Sproß des Hauses /iv^monais, Miriam; Deren Bruder, den im Schmuck seiner siebenzeha

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