Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1917-1918
- Issue
- Heft 14 (25.4.1918)
- Article
- Viod
- Date
- 1918-04-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Zeitschrift för Politik, Wirtschaft und Iiieratur in Os! und Wesä Erscheint sv/dma! Im Mono! unter MSSv/Srkung von Alezander Eliasberg / Dr. Adolf Friedemann Geh. Jusferat Dr. Eugen Fuchs / Prof. Dr. Frans Oppenheimer Mitbegründer! von Hermann Cohen mmiiiiiiiimimimiimmmiimiiiiiimn •OL Jahrgang 25. April. 1916 KeS 14 iiiitiiiiiiiiitiiiiiiitiiiiMiiiiutiitiiiutiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiuniiinintniiuiiiiiiiiiiiiinititiiiM Diese Zeitschrift Ist ein ofener Sprechsa&l för Jedermann, Kk &m Inhalt der Artikel übernehmen die Autoren selbst die Veranfex-rfe^g „Viod" (Vereinigung jüdischer Organisationen Deutschlands) Von Max M. Warburg, Hamburg ie Vereinigung begrüße ich mit großer Freude« Sie wird für alle Juden von Vorteil sein. Sie stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit, erleichtert die Verständigung der jüdischen Kreise der verschiedenen Richtungen untereinander und nnt der Regierung. Die deutschen Juden wissen aus der Erfahrung ihre'.* Vaterlandes, wie schwer die gemeinsamen Interessen leiden, wenn, nicht sämtliche Stellen, die zur Wahrnehmung der Interessen berufen sind, einheitlich und geschlossen vorgehen. Zersplitterung der Kräfte und Verwirrung in der Meinung der Außenstehenden ist die notwendige Folge. Wenn jetzt die Kluft zwischen orthodoxen und liberalen, zionistischen und nichtzionistischen Juden soweit geschlossen wird, daS die Führung einer einheitlichen Politik nicht mehr ins Bereich der Unmöglichkeit gehört, werden alle jüdischen Bestrebungen und Emüü- 'gelungen an Nachdruck und Klarheit so viel gewinnen, daß es vklit mehr möglich sein wird, unsere Stimmen zu überhören oder die ome Richtung gegen die andere auszuspielen. Dieser Zusammenschluß bedeutet keinen Eingriff in die politischen inneren Verhältnisse; die Vereinigung soll die Menschheitsrechte von einer Minderheit wahren, die in der Vergangenheit oft verletzt wurden. Es besteht kein Zweifel darüber, daß die Ziele, die wir uns zu stecken haben, vor allem im Osten liegen. Ob wir in Deutschland nach dem Kriege die Schande des Antisemitismus wieder erleben 'werden, wissen wir nicht: Unsere Haltung kann in keinem Falle dadur' ,i bestimmt werden. Die Leute, denen es sogar während des Krieges