Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1917-1918
- Issue
- Heft 12 (25.3.1918)
- Article
- Ein Brief
- Date
- 1918-03-25
- Page
- Seite 269 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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269 Ein örief Von Dr. Abraham Schwadron, Wien Dr. Egon •Friedotl, der Wiener Schriftsteller und Conferencier, .ein Jude, hat im „Neuen Wiener Journal" einen Aufsatz, „Die entdeckte Frau", veröffentlicht, dessen Gedankengange sieh in folgenden Sätzen zusammengefaßt finden: „Es hat .sich herausgestellt, daß sie (die Frau) für viele Tätigkeiten ebenso befähigt ist wie der Mann, ja sogar befilhigter. Das kommt daher, daß sie von Natur klüger ist . . . verläßlicher, ordmingslicbender, anpassungsfähiger, geschickter. Aber der Grund von alledem ist ihre Nüchternheit, ihre Unoriginalität, ihr Mangel an Persönlichkeit, kurz ihre Phantasielosigkeit. Verstand ist nämlich eine sehr subalterne Eigenschaft... Die Kömer hatten zweifellos viel mehr Verstand als die Griechen, und <lgr jüdische Verstand ist ja sprichwörtlich. Gleichviel: sind die Japaner, die Kttjucr. die Frauen, die Juden, ... jemals kulturschüpferiseh gewesen? Dies waren immer Völker und einzelne, die für dumm galten . . . Und was dachten die Zeitgenossen von jenem Mann, nach dem unsere Zeitrechnung benannt wird? Hielten sie ihn für einen überlegenen Geist? Nein, sie hielten ihn für einen Träumer und Narren!" Sehr geehrter Herr Doktor! ---Und zwar sollen sich meine Bemerkungen, da ich ein Fanatiker bin, der alles sub specie ludaitatis sieht, auf diesen Gesichtspunkt beschränken. In dieser Linie also treffe ich in Ihrem Aufsatze die bekannten Grundgedanken Otto Weiningers, des Vaters der modernen jüdischen Selbstherabwürdigung in ihrer Literatenform, wieder an: die Inferiorität, besser „Nullität" des Weibes und parallel damit die „Nullität'' der Juden. Nun, Gott sei es gedankt: Houston Stewart Chamberlain, dessen Papagei 5n ludaicis Weininger war, weist alle Arten tiefster Inferiorität, die er früher nur bei den Juden konstatiert hat, jetzt ebenso unumstößlich bei den Engländern, Franzosen usw. nach; bei Völkern, die nach Ihrer Ansicht doch zu den kulturschöpferisehen gehören. „Alles (bei den Englandern.) ist Hast, Geld, Lärm, Pomp, Protzentum . . . Französische Mordtücke, englische Grausamkeiten . . sehreibt er. (Auch Werner Sombart, der früher klar bewiesen hat, daß jüdischer Geist mit Rationalismus identisch ist, — was auch Ihrer Ansicht entspricht —, mit Reehenhaftigkcit, Kapitalismus, und daß sich dies schön in der geschäftsmäßigen Auffassung des Verhältnisses zwischen dem Juden und seinem Gott manifestiere, schreibt jetzt: ,,Die Grundlage alles Engländertums ist ja wohl die unermeßliche geistige Beschränktheit dieses Volkes . . . Der liebe Gott ist in den allgemeinen Geschäftsbetrieb ganz vortrefflich geschickt eingeordnet . . , Die Pöbelart des englischen Gedankens.'1) Auen darin finde ich den Parallelismus der Bewertung und der Bewertet' putzig und traurig zugleich: Chamberlain, der Renegat des