Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1917-1918
- Issue
- Heft 12 (25.3.1918)
- Article
- Auf zum Pogrom!
- Date
- 1918-03-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Mos® •ÄS^^^li'il CS Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Ersdhdnä swclmol im Mono! Jintcr Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander Eliosberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. justisrat Dr. Eugen Fuchs Prof. Dr. Franz Oppenheimer tllMITIJIlltfllttllt I) tltltttlttlttflftlflllllItllltltlltllltllltllltltlM Ittlllltirittltltflt lllllltIllJti1tiIltttllltMllIttIlltlllItlItltllllt*ltlTVIltfllllltttlttl1ltlltl }tt}lttlt)tttttt» IL Jahrgang 25. März 1918 Heft 12 tiitiiiitiJMttiiitir ii MtiittMiitttiiittftiii tiMititiittitiiiittititti n Mitttiiiiiitiiii rit MiiitiitiittittttiiitttrrittrtiiiriiiiiiiiiitiiiittiifrittitittritittiiirMrt iiiitiiMtMrtrMit Diese Zeitschrift ist ein offener Sprechsaal für Jedermann. Für den Inhalt der Artikel übernehmen die Autoren selbst die Verantwortung Auf zum Pogrom! Von Georg Davidsohn, Berlin Mitglied des Reichstages m 81. Januar d. J. erschien die erste Nummer eines Blattes, das sich „Arbeiter-Schutz-Zeitung" nennt und von einem „Arbeiter- Schutz-Bund" herausgegeben sein will . . . So verschwommen die Gedanken und Ziele dieser Arbeiter-Schutzmänner auch in Nummer 1 des Blattes umrissen waren, so etwas wio antisemitische Unter- oder Nebentendenz flackerte mit unbestimmter Flamme bereits aus jener Probeleistung hervor. Dies ist durch Nummer 2 der „Zeitung" inzwischen dermaßen deutlich geworden, dciß man schon nicht mehr von Unter- und Nebentendenz des Antisemitismus reden kann, sondern zu dem Schlüsse gelangen muß: Judenfeindschaft, ja Judenhetze ist Wesen, Kern, Gehalt und eigentlicher Lebenszweck dieses Druckerzeugnisses. Nicht mehr (wie in Nummer 1) wird der Tatort-(Potsdamer Str. 48) in falscher Scham verschwiegen, und nicht mehr birgt sich der blödeste Antisemitismus zwischen den Zeilen. Nein, er tritt so klar, so scharf, so unumwunden und dumm-dreist hervor, daß wir uns fast angeheimelt fühlen wie von einem Stück jener „guten alten Zeit", da noch die antisemitischen „Kehraus-Kalender" und sonstige Schundwerke dieser Art Barometer deutscher „Kultur" waren .... Der Leitartikel in Nummer 2 der „Arbeiter-Schutz-Zeitung" beschäftigt sich mit dem Drum und Dran des jüngsten großen Streiks. Harmlosen Gemütern könnte wohl scheinen: gewisse abgegriffene Schablonen, die einmal aus der Mode gekommen sind, vermöchten nicht je wieder ihre Auferstehung zu feiern. Weit gefehlt! In der Potsdamer Straße Nr, 48 ist „Herr Meyersohn aus dem Kontor" aus seiner Grabesruhe wieder hervorgeholt worden und hat die Aufgabe zugeteilt bekommen, am Streiktage das christliche FrUulein Grete aus der Fabrik