Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1917-1918
- Issue
- Heft 8 (25.1.1918)
- Article
- Zur Psychologie der jüdischen Sprache
- Date
- 1918-01-25
- Page
- Seite 190 (sequence 6)
- Language
- German
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190 Sinne gebraucht: &>ne* (f^e&r. eigentlich: Raffer) tft „jfetnb" im mißtet." rifchen Sinne unb „5einb 3f*a*fe"* 2tber feind haben i(l „nid^t leiben fönnen, nid?t mögen'7 im (Scgenfafe 31t holt häben „gern fyabcn"* ©en merbuchftabigen Hamen (ßottes fpricht ber fromme 3wbe nie aus; auch anbete t^ebräifd]e 23e3eid]ungen für (Sott aus3ufprechcn ober 3U fehretben sermeibet er oft. 2)iefe fromme Scheu anrb and] auf bas öeutfehe 2X)ort „(Sott" übertragen. Sie fyäuftgften Umfdireibttngen fmb: ribbonö &el-'olara JSjerr bet ZX>c!t, der oberster, zein lieber nämen, (Euphemismen fmb: Swarjer jähr (Ecufct; guter ort $rtc&Ijof. 3ch fdjlicge biefc Sfi33e mit einigen proben jübifdien fjumors, Die Hausfrau, bie (Sattin heißt nidjt nur ba'al ha-bath-te, fonbern ■auch „meine pelomth-teu trgenbeine unb „3uher§tuu I^örft bu? „milchig14 getoöhnlidi, alltäglich, 3. 23. „a milchiger nesu ein alltägliches tPunber „kartoftel in di mondirlech" K. in ber Sd^ale briderlech Stiefmütterchen zummerlogel Schmetterling kuSwoch Jjod)3citstx)oche, SKttortDodje moSeh rabbenu-s böhemah-le ZHaricnfäfcr ere3 jiöra'el fedim 2l(troeiberfommer Kleine Geschichten Von Scholcm Mechern Das Pärchen l^^lls ich den beiden begegnete, waren sie beinahe zwei- ħa hundert Jahre alt. „Awrehmel, wir haben einen Gast." »Wen denn?*5 Das zweihundertjährige Pärchen nahm mich mit Freude auf. Beide waren klein von Gestalt, weiß wie gefallener Schnee, zahnlos, gebückt, doch lebensvoll. Sie schienen eher Bruder und Schwester zu sein, als Mann und Weib. „Ich erinnere mich noch an Euren Großvater und den Yater von Eurem Großvater. Ein guter, ein sehr guter Jude, ein wirklich guter Jude, Nicht so wie die heutigen Juden, durchaus nicht so. Wir schlössen Bekanntschaft mit Eurem Urgroßväter . . wo war es nur?* Er schmatzt mit den Lippen und beginnt mir alte Geschichten aus den damaligen Zeiten zu erzählen. Die Erinnerungen an jene Jahre beleben und erfrischen ihn.