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Neue jüdische Monatshefte · 1918-01-25 · Heft 8 (25.1.1918) · p. Seite 185

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1917-1918
Issue
Heft 8 (25.1.1918)
Article
Zur Psychologie der jüdischen Sprache
Date
1918-01-25
Page
Seite 185 (sequence 1)
Language
German
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165 |>u* pfydjotegie 6er jfiMfd?en Sprache gtt>etter XtIiM (t>gl. 8anb I, Qcft 5, 5. 75—77). Von <Scfy. l{onfift.*Hat prof. D. Dr. Fjermann fi.Sttac? in 23crlin*£idjicrfcföc W ^|j?n mcljr ab einer ÜJmfidit' eigentümlich tfl bas Verhältnis bes ©| 3übifd}cn sunt I5c&rätfcE|en bsw. (Calmubifdjen. ©o»8^nfid? Jagt (§P> man einfach, baß aus Wofern bic mit bem Beltgionsgefeftc, mit -beut' KitucIIcn 5ufammcnhangcnben 21usbrüde entlehnt feien. Vits Urteil ift nur im allgemeinen rid}tig. Xticfttfcmttifcf) fmb 3, 3. fasten; auffasten bie Icfetc IlTa^eit Dor bem haften - am Vcrföhuuugs* lage; Suhl Synagoge. Das fcfyr häufige dawnen, „beten", l}at 3gu«3 (Solcher aus bem 2(raBtfdien ableiten wollen; jemanb in -JVarfdjau t\at an bas cnglifdjc dawn, tflorgengrauen, 311 benfen ben 2JIut gehabt; einftwetlen hafte ich (Erklärung aus bem fateinifchen devovere nod) für bas am wenigften ilnwahrfcheinltdie. £eiber fehlt es nodj faß gan* an genauen Untcrfudnmgcn über bas ältefte Vorfommen ber ihrem Hrfprnngc nad? fdjwtcrtgen XVärter. Durch mein tVSrtcrbuch wollte ich in erfier Ctnic bas £efcn ber jefet in jübtfdjc* Spradjc crfchcincnbcn Otlingen uub ^üdier erlctd]tcrn; 311 fprad)gefd}id}tlichcn Huterfud)ungcn mangelte es mir an Tfiujjjc unb an Hanm. Das obenerwähnte Urteil ift aber aud] nid^t Dollftänbig. Seim mand?e IVörtcr haben in ber gewöhnlichen Spradjc bie 33e5tchung auf bas <5efet3lidie ober Rituelle gans Derloren, wie aser-n verbieten, pater-n entfernen, etwas loswerben. Unb fchr Diele IVörtcr I)aben fokhc Bcsie^ung gar nid]t ober faft gar nid]t gehabt. (Einige widrige feien hier genannt. — Hauptwörter: 'azzuth 5r<d?" heit, päckad Sdjredfen, 23cbcn, po'al 303c (Ergebnis, pari3 DorneI|mcr (niditjübifchci*) Ijcrr, bef. (Sutsbcjtftcr, sone 5ctub. <£igcnfdjaftswörter werben gern aus X^auplwörfern btird} 2luhänguug ber bcutfdjcn, b3Xt>. polmfd|cn (gnbungen ig, dig, ful, nik ufw. gebilbet, 3. 23. pacLad-nik ängftltd?, sodotb-ful gchcimntsDoll. Oft, XDcnn bas §ai\pU wort mit einem Verhältniswort sufammengefefti ift (namentlich bö mit, in): bekabod-ig ad]tbar, beSuttafuth-dig gemetufdjaftlid},' mikkelomer-St angcMtdj; fogar mit ber bcutfdjen Vorfübc im: un-be.rachmanuth-dig unbarmherzig. SettiDÖrtcr: ganb-en ftchlcn, 'esah-n raten; po'el-n pirfeu, bcwirlen; Sem-en in einem Hufe ftet^n. 2lud) mit bcutfdjen Vorfilbcn: der-harg-en erfchlagcn, töten. 23cfonbers mit fer: fer-sam-en rergiften, fer-maser-n benunoieren; fer-chalom-t verträumt; fer-chiddu§-t Dcrwunbcrt; fer-kiS5uf»t Dcrsaubcrt. Sic große Saht ber partifein erflärt fid? wohl aus ihrer Verwendung in bor Dtsftiffion über fragen bes Rcligtonsgcfcfecs: im ken wenn es fo ift; bö'im wenn; bihjoth in 2tnbetrad)t; böken affo, bemgemäg; bikla! im allgemeinen; bifraj insbefonbere; gufa fclbft, in eigner'perfon; kede um 311, bamit; kedaj ber 7Xl\\l}c wert; dehainu bas fycijjt, nämitd?; hagam obglcid]; letobath 311m heften; lema^al 311m Scifpicl; mechamath wegen, weif. Dies Verjeid^nis tonnte id) of^nc 2Tiül?e auf bas &cfqn> fad)e Dcrmcfyrcn.

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