Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 18 (25.6.1917)
- Article
- Sterblichkeit der Juden in Wilna in den letzten 5 1/2 Jahren (1911-1916)
- Date
- 1917-06-25
- Page
- Seite 533 (sequence 7)
- Language
- German
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533 auf 1000 lebendige Geburten Sterbefälle: bis 1 Jahr — 149,4; 1 bis 2 Jahren — 47,5; 2—5 Jahren — 33,7; insgesamt bis 5 Jahren — 230,6 (weniger als vor 10—20 Jahren). 9. Im Kriegsjahre 1915 erfuhr jedoch die Kindersterblichkeit bei den Juden fast eine Verdoppelung: bis zu einem Jahre — 257; 1—2 Jahren — 190; 2—5 Jahren — 72; insgesamt bis 5 Jahren — 515 pro Mille. 10. Die Zahl der Totgeburten bei den Juden steigert sich von Jahr zu Jahr. Durchschnittlich in vier Friedensjahren 6,9 Prozent aller lebensfähigen Geburten. 1915 jedoch erfuhr diese Zahl fast eine Verdoppelung — 11,5 Prozent. Von der Gesamtsterbeziffer bilden die Totgeburten für die 5 Jahre durchschnittlich 7,8 Prozent. 11. Auf je 100 Tote kommen 52,75 Männer und 47,25 Frauen. Kinder bis 1 Jahr — 52,4 Prozent; Mädchen — 47,6 Prozent; 2—5 Jahren — 56 (44) Prozent; Greise von 91 Jahren aufwärts — 47 (53) Prozent. 12. In 10 Altersgruppen eingeteilt-, entfallen von der Gesamtsterbeziffer auf Kinder bis 10 Jahren — 32,5 Prozent, auf die Altersgruppe 61—70 und 71—80 — je 13,9 Prozent; sämtliche Altersgruppen von 61 Jahren aufwärts bilden 34,3 aller Sterbefälle. 13. Das Durchschnittsalter der Toten unter den Juden Wilnas ist 37,95 Jahre; bei Kindern bis 5 Jahren 1,25 Jahre; über 5 Jahre — 54,05 Jahre. Dieses Durchschnittsalter stellt sich höher als in Gesaratrußland. 14. Die Geburtenzahl unter den Juden Wilnas erfährt von Jahr zu Jahr einen Rückgang. In der Kriegszeit trat eine ungewöhnliche sprunghafte Verminderung der Geburten ein. 15. 1911—1913 betrug die Mehrdifferenz zwischen männlichen Geburten und Sterbefällen 32,9—26,6 Prozent; 1914 — bloß 6,9 Prozent; 1915 wies eine Minusdifferen zwischen Geburten und Sterbefällen von 73 Prozent auf. 16. Die Zahl der Eheschließungen erfuhr in den Kriegsjahren eine Reduktion um mehr als die Hälfte. Der Ringkampf Von Arnold Zweig, z. Zt. im Felde er alte Gerhardy sa6 seinem Sohne am ersten Abend des Urlaubs mit der ganzen verborgenen Angst gegenüber, mit der eine Mutter ihre Tochter nach den ersten zehn Wochen der Ehe wiedersieht. Die Frage, ob acht Monate des intensivsten Winterkrieges in Flandern, achtzig Meter vor dem englischen Graben, die Jugendkraft des Sohnes verletzt, seine kräftige Heiterkeit verbittert, das naive Erleben, die kindliche Freiheit und glückliche Rein-