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Neue jüdische Monatshefte · 1917-02-25 · Heft 10 (25.2.1917) · p. [Seite]

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1916-1917
Issue
Heft 10 (25.2.1917)
Article
Jüdische Kolonisation in Syrien
Date
1917-02-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West Erscheint zweimal Im Monat unter Mitwirkung von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann Cohen / Alexander Eliasberg Dr. Adolf Friedemann / Geh. Justizrat Dr. Eugen Fuchs Dr. Franz Oppenheimer miniiiiiiiiiniiiiijiiimiiiiiimuiiiiiiiiiinmu^ L Jahrgang 25. Februar 1917 Heft 10 iiiuintiuHiiiiinimiiiiininuiiiiiiiiiiiMiiiiitiiin Diese Zeitschrift ist ein offener Sprechsaal für Jedermann. Für den Inhalt der Artikel übernehmen die Autoren selbst die Verantwortung Jüdische Kolonisation in Syrien Von H u b e r t A u ha g e n Der Reihe nach hat man in England, Frankreich und Rußland den .Inden in der vergeblichen Hoffnung der Niederwerfung* der Türkei 'Palästina versprochen. Man vermeinte, sich damit die Gunst der Juden zu sichern. Wenn wir uns hier auch im positiven »Sinne mit der Frage einer jüdischen Kolonisation in Syrien, wozu Palästina mitgehört, befassen, so liegen nähere Gründe vor. Zwar ist uns die Gunst der Juden gerade jetzt nicht gleichgültig. Stellt doch das Judentum einen nicht geringen Machtfakto); dar. Es könnte für die Zukunft der Mittelmächte von Bedeutung werden, wenn sie sieh in den Juden dadurch einen Bundesgenossen schüfen, daß sie den Schutz der jüdischen Bevölkerung mit auf ihre Fahne schrieben. Die historische Entwickelung, besonders die Ereignisse während dieses Krieges, scheint diese Aufgabe den Mittelmächten direkt zuzuweisen. Aber ausschlaggebend für unsere Stellungnahme sind jetzt durch Tatsachen geschaffene Notwendigkeiten. Es ist einerseits Tatsache, daß die Mittelmächte etwa drei Millionen Juden unter ihrer Verwaltung haben, die zu einem großen Teile der landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Betätigung zugeführt werden oder verkommen müssen. Diese Überführung zur Urproduktion ist aber für verarmte städtische Juden, um die es sich hier handelt, mit Aussicht auf Erfolg nur in Syrien und Palästina möglich, da durch eine Verwendung der nur in diesem Lande in dem erforderlichen Grade zur Entfaltung kommenden religiösen und nationalen Triebkräfte die Schwierigkeiten des Übergangs zur Landwirtschaft, wie die Erfahrung in Palästina zeigt, überwunden werden können. Andererseits ist es Tatsache, daß es für den türkischen Staat den gegebenen Verhältnissen gegenüber direkt eine Existenzfrage ist, daß

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